Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation (REDD) oder auf Deutsch Verringerung von Emissionen aus Entwaldung und Waldschädigung ist ein Finanzierungsmechanismus im Zusammenhang mit Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern. REDDs sollen Entwaldung und schädliche Waldnutzung stoppen. REDD+ beinhaltet zusätzlich nachhaltige Waldbewirtschaftung, Erhalt von Wäldern als CO2-Speicher und die Aufforstung von geschädigten Gebieten. Industrieländer und Privatunternehmen finanzieren Waldschutz- und Aufforstungsinitiativen in Drittweltländern und erhalten dafür CO2-Gutschriften. Verra (VCS) oder Gold Standard sind die grössten Registries für REDD und REDD+ Klimaschutzprojekte.
Viele CO2-Kompensationsprojekte bzw. Klimaschutzprojekte gehören zu REDD und REDD+. REDD Projekte stehen seit Jahrein der Kritik wegen der überschätzten Zusätzlichkeit, Doppelzählung und Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit Landbesitztiteln. Für Unternehmen mit Bezug auf Holz, Kakao, Palmöl, Soja, Rindfleisch ist es ein zusätzliches compliance-relevantes Thema innerhalb der EUDR (EU-Entwaldungsverordnung).
Die Zusätzlichkeit (Additionalität), Permanenz der CO2-Senkesowie Verlagerungseffekte (Leakage) sind entscheidend für erfolgreiche REDD-Projekte.
Zuletzt aktualisiert: September 2026

