
Für Lieferanten und Interessierte
Globale Wertschöpfungsketten tragen einen wesentlichen Anteil an den weltweiten Treibhausgasemissionen. Die Reduzierung dieser Klimaauswirkungen ist eine zentrale Herausforderung, bietet jedoch gleichzeitig die Chance für kontinuierliche Prozessverbesserungen und zukunftssichere Geschäftsmodelle.
Wurden auch Sie von einem Ihrer Kunden, Ihrer Bank oder Ihrer Lieferkette aufgefordert ESG-Daten und KPIs zu liefern? Keine Sorge, damit sind Sie nicht allein. Hier finden Sie Informationen, Hilfestellung und Unterstützung zu den häufigsten ESG-Anfragen:
Natürlich unterstützen wir Sie auch, wenn Sie Hilfe benötigen. Sie können sich gerne einen unverbindlichen Online-Termin buchen.
Die Berechnung einer CO2-Bilanz bzw. Treibhausgasbilanz läuft immer in folgenden drei Schritten ab:
Kurzzusammenfassung
Tipps
Kurzzusammenfassung
Tipps
Kurzzusammenfassung
Tipps
Eine CO2-Bilanz kann nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Produkte berechnet werden. Hierbei werden die Emissionen, die ein Produkt in den einzelnen Lebenswegphasen (Rohstoffgewinnung, Produktion von Vorprodukten, Herstellung des Produkts, Distribution, Nutzung, Entsorgung) ausstösst oder der Atmosphäre entzieht, ermittelt.

Darüber hinaus gibt es Ökobilanzen (Life Cycle Assessment/LCA), die über die Ermittlung der CO2-Emissionen hinausgeht und auch andere Aspekte, wie die Wirkung eines Produkts auf Boden- & Wassernutzung oder Biodiversität, berücksichtigt.
Detaillierte Infos zur Berechnung finden Sie unter Leistungen > Product Carbon Footprint bzw. Life Cycle Assessment sowie in unseren Leitfäden zur Berechnung eines PCF bzw. LCA.
Das eigentliche Ziel ist klar definiert: Netto-Null bis spätestens 2050. In der Schweiz ist dies im Klima- und Innovationsgesetz für alle Unternehmen vorgeschrieben. Netto-Null bedeutet dabei nicht, dass Ihr Unternehmen keine Emissionen mehr ausstossen darf (das schafft niemand). Es bedeutet, dass die Emissionen so weit wie möglich reduziert und die Restemissionen Jahr für Jahr dauerhaft aus der Atmosphäre entfernt werden müssen. Dafür gibt es natürliche Senken wie Wald oder Moore sowie technische wie z.B. Direct Air Capture and Storage (DACS).
Für die Zielsetzung gibt es verschiedene Ansätze. Man kann sie ambitioniert setzen, z.B. nach oder angelehnt an SBTi, auch, wenn man noch nicht richtig weiss, wie man die Ziele erreicht. Eine andere Alternative sind die Reduktionsziele direkt anhand von Massnahmen zu berechnen und zu schauen, wann man wo rauskommt.
Wenn Lieferketten-Partner oder Banken Klimaziele verlangen, müssen diese oft SBTi validiert sein.
Hinter der Abkürzung SBTi verbirgt sich die Science Based Targets Initiative, deren Kernanliegen die Förderung ambitionierter Klimaschutzstrategien auf Basis fundierter wissenschaftlicher Erkenntnisse ist. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Reduktion von CO2-Emissionen, um die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens – insbesondere die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad – konsequent umzusetzen.
Die Initiative berechnet hierfür spezifische Reduktionsvorgaben für einzelne Wirtschaftszweige und Betriebe. Ziel dieser Kalkulationen ist es, den exakten Beitrag zu definieren, den ein Unternehmen leisten muss, damit der globale Temperaturanstieg deutlich unter der 2°C-Marke bleibt und idealerweise 1,5 Grad nicht überschreitet. Im Fokus steht somit die Ermittlung der konkret notwendigen Schritte, um diese globalen Klimaziele messbar zu erreichen.
SBTi unterscheidet zwischen
Darüber hinaus gibt es für einige Industrien sektorale Standards.
Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bietet SBTi ein vereinfachtes Verfahren an, um wissenschaftlich fundierte Klimaziele festzulegen. Ein Absenkpfad muss nur für Scope 1 und Scope 2 berechnet werden. Zudem ist es kostengünstiger.
SBTi für Nicht-KMU umfassen umfassen Reduktionsziele für Scope 1, 2 und 3. Berücksichtigen Sie bei der Planung die jeweiligen Vorlaufzeiten seitens SBTi (bis zu 24 Monate) für die offizielle Validierung.
Die wichtigsten Infos zu SBTi inkl. KMU-Kriterien, sektorspezifischen Standards und weiteren nützlichen Links finden Sie auf unserer SBTi Services Page.
Nachhaltigkeitsratings sind ein zentrales Instrument für Investoren, Kunden und Verbraucher, um die ökologische und soziale Verantwortung sowie die Qualität der Unternehmensführung (ESG-Kriterien) objektiv zu bewerten. Sie machen die oft abstrakten Bemühungen um Nachhaltigkeit messbar und vergleichbar, indem sie komplexe Daten in verständliche Scores übersetzen. Damit dienen sie nicht nur als Orientierungshilfe für ethisch orientierte Kapitalanlagen, sondern fördern auch die Transparenz und den Wettbewerb um zukunftsfähige Geschäftsmodelle in einer globalisierten Wirtschaft.
Folgende Ratings gehören zu den bekanntesten und am häufigsten verlangten:
EcoVadis ist einer der weltweit führenden und am weitestenverbreiteten Anbieter von Nachhaltigkeitsratings für Unternehmen. Die Plattformbewertet die Leistung von Unternehmen in den vier Kernbereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung.
Das Besondere an EcoVadis ist der Fokus auf globale Lieferketten: Unternehmen nutzen das Rating nicht nur zur Selbstdarstellung, sondern fordern es auch von ihren Zulieferern ein, um Risiken zu minimieren und die Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu erhöhen. Basierend auf einer evidenzbasierten Methodik vergibt EcoVadis Scorecards und Medaillen (Bronze, Silber, Gold oder Platin), die international als anerkannter Standard für CSR-Leistung (Corporate Social Responsibility) gelten.
CDP (ehemals Carbon Disclosure Project) ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die ein weltweit etabliertes System zur Offenlegung von Umweltinformationen betreibt. Über standardisierte Fragebögen berichten Unternehmen, Städte und Regionen in den Kernbereichen Klima, Wasser, Wald und ab 2026 auch Ozean.
Ziel von CDP ist es, Transparenz in Lieferketten zu schaffen und Umweltleistung vergleichbar zu machen. Auf Basis der Angaben vergibt CDP Scores, die als wichtige Orientierung für Investoren, Geschäftspartner und andere Stakeholder dienen und Unternehmen dazu anregen, ihre Klimaziele und Umweltmassnahmen messbar zu verbessern.

