AFOLU steht für Agriculture, Forestry and Other Land Use oder auf Deutsch für Landwirtschafft, Forstwirtschaft und andere Landnutzung. Der Gesamtsektor ist für einen Viertel der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen. Waldrodung, Umwandlung bzw. Landänderungen in Acker- und Weideland für die Viehzucht sind dabei die grossen Emissionstreiber. Andererseits binden Wälder und Böden auch CO2, zu betrachten sind deshalb Netto-CO2-Emissionen. Aufforstung, Schutz der Biodiversität und nachhaltige Landnutzung und regenerative Landwirtschaft tragen alle zur CO2-Reduktion bei.
Unternehmen aus Lebensmittel-, Getränke-, Textil- oder Möbelbranche haben oft hohe AFOLU Emissionen in Scope 3. Unternehmen mit relevanten land- und forstwirtschaftlichen CO2-Emissionen müssen sich bei SBTi an die FLAG-Guidance halten, es gelten andere Ziele (sektorenspezifische Ziele). Emissionen müssen bei der CO2-Bilanzierung in FLAG- und nicht FLAG unterteilt werden.
Zuletzt aktualisiert: September 2026

