
Mit einer EPD zeigen Sie die Umweltleistung Ihrer Produkte nach internationalen Standards – für mehr Glaubwürdigkeit und Wettbewerbsvorteile
Eine Environmental Product Declaration (EPD) ist eine standardisierte, verifizierte Umweltdeklaration eines Produkts auf Basis einer Ökobilanz (LCA). Sie folgt ISO 14025 und produktspezifischen Regeln (PCR).
Die Environmental Product Declaration (EPD) ist eine Typ-III-Umweltdeklaration und quantifiziert umweltbezogene Informationen aus dem Lebensweg eines Produkts oder einer Dienstleistung. Eine EPD macht Produkte und Dienstleistungen vergleichbar. Eine EPD basiert auf unabhängig verifizierten Daten aus Lebenszyklusanalysen oder Informationsmodulen, die der Normenreihe ISO 14040 entsprechen und kann gegebenenfalls zusätzliche Informationen enthalten. Unter anderem veröffentlichen offizielle Stellen für den Bausektor und der europäische Verband der Kunststoffindustrie Methodiken.
EPDs finden Anwendung im Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) des Bundes sowie im Deutschen Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Sie dienen als Datenbasis für die Berechnung der Ökobilanz (graue Energie) und/oder des Energieverbrauchs eines Gebäudes. Dadurch lassen sich unterschiedliche Varianten eines Gebäudes bereits in der Planungsphase hinsichtlich ihrer ökologischen Qualität vergleichen. Mit über 1’300 EPDs ist die Baubranche ein Vorreiter in der Offenlegung von Umweltdaten für ihre Produkte.
Die Umweltproduktdeklaration wird gemäss der Norm DIN EN 15804 erstellt, was eine einheitliche Bewertung und Vergleichbarkeit von EPDs gewährleistet. Eine EPD muss folgende Informationen enthalten: Die Ökobilanz bildet das Herzstück einer EPD, indem sie den gesamten Lebenszyklus eines Produkts abdeckt: von der Rohstoffgewinnung und Produktion über die Nutzungsphase bis zur Entsorgung. Neben einer Sachbilanz (LCI Life Cycle Inventory Analysis), einem Life Cycle Impact Assessment (Wirkungsabschätzung) sowie weiteren Indikatoren wie beispielsweise Art und Menge des verursachten Abfalls. Die Sachbilanz gibt Auskunft zum Ressourcenverbrauch (Wasser, Energie, Emissionen etc.). Die Wirkungsabschätzung baut auf der Sachbilanz auf und zeigt die Umweltauswirkungen, diese sind:

Die Produktionsphase umfasst die Bereitstellung aller Materialien, Produkte und Energie sowie die Abfallverarbeitung bis zum Ende der Abfallbehandlung vor Ort oder der Entsorgung.
Die Bauphase umfasst alle Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Transport zur Baustelle und den vor Ort durchgeführten Tätigkeiten.
In der Nutzungsphase sollten alle Auswirkungen im Zusammenhang mit der Nutzung des Gebäudes über den gesamten Lebenszyklus des Produkts erfasst werden.
Die End-of-Life-Phase umfasst den Rückbau und Abriss des Bauprojekts und berücksichtigt die Auswirkungen des Transports zur Entsorgungsstelle und die Entsorgung.
Modul D deckt Nettonutzen und -lasten ab, die sich aus der Wiederverwendung von Produkten oder dem Recycling oder der Rückgewinnung von Energie aus Abfallmaterialien ergeben.


Eine Environmental Product Declaration (EPD) macht die Umweltwirkung Ihrer Produkte über den gesamten Lebenszyklus transparent und nachprüfbar. Als standardisierte Typ‑III‑Umweltdeklaration auf Basis von Lebenszyklusanalysen schafft sie eine verlässliche Grundlage, um Produkte fair zu vergleichen, ökologische Hotspots zu identifizieren und Nachhaltigkeitsansprüche glaubwürdig zu belegen.
EPDs sind besonders relevant für Hersteller, die an Ausschreibungen teilnehmen, im Bau- und Industriebereich tätig sind oder von Kunden belastbare Umweltdaten verlangen. Sie gewinnen auch im internationalen Vertrieb zunehmend an Bedeutung.
Eine EPD ist keine Werbeaussage, sondern eine standardisierte, datenbasierte und in der Regel verifizierte Umweltdeklaration. Sie schafft belastbare Transparenz statt allgemeiner Umweltclaims.
In der Praxis ja, denn veröffentlichte EPDs werden üblicherweise im Rahmen eines Programms erstellt und durch unabhängige Dritte geprüft. Die genauen Anforderungen hängen vom jeweiligen EPD-Programm ab.
Die LCA ist die methodische Grundlage der EPD. Die EPD übersetzt die Ergebnisse der Ökobilanz in ein standardisiertes Format nach festgelegten Regeln.
PCRs sind Product Category Rules, also produktspezifische Regeln für die Erstellung einer EPD. Sie legen fest, wie Produkte einer Kategorie bewertet werden müssen, damit Ergebnisse vergleichbar bleiben.
Das hängt von Datenlage, Produktkomplexität, PCR-Verfügbarkeit und Verifizierungsprozess ab. Mit klarer Struktur und guter Datenerhebung lässt sich der Aufwand jedoch gut planbar machen.
Teilweise ja. Oft lassen sich Familien- oder Gruppenansätze verwenden, wenn Produkte methodisch ausreichend ähnlich sind und die Programmanforderungen dies zulassen.
Mit einer Environmental Product Declaration (EPD) erhalten Sie eine wissenschaftlich fundierte und standardisierte Ökobilanz für Ihre Produkte. Zeigen Sie Ihren Kunden und Partnern die Umweltwirkungen Ihrer Produkte transparent auf und stärken Sie Ihre Nachhaltigkeitsstrategie. Kontaktieren Sie uns noch heute für eine individuelle Beratung!