Dominoeffekt mit weitreichenden Folgen

Niedrigwasserstand Rhein und die Konsequenzen

Dominoeffekt mit weitreichenden Folgen
Kategorie
Klimaschutz
Letztes Update
15/8/2019

Die niedrigen Wasserstände haben für viele Unternehmen einen Dominoeffekt mit weitreichenden Konsequenzen.

Der niedrige Wasserstand wirkt sich primär auf die Schifffahrt aus. Die Transportwaren, die nicht mehr geliefert werden können, bringen weitere Unternehmen in Probleme. Schon im Sommer 2018 war die Rheinschifffahrt monatelang stark beeinträchtigt. Das Niedrigwasser mit Rekordtiefstwerten in Nordrhein-Westfalen hatte dazu geführt, dass Uferbereiche vertrockneten und die beschiffbare Fahrrinne auf 150 Meter Breite und wenige Meter Tiefe schrumpfte. Dies führte zwangsläufig zu zahlreichen Lieferengpässen.

Auch der Linienverkehr auf dem Wasser musste mancherorts vorzeitig eingestellt werden. Im Sommer 2018 stellte die Schifffahrtsgesellschaft aus Sicherheitsgründen den Linienverkehr zwischen Düsseldorf und Mainz schon Tage vor dem eigentlichen Saisonende ein. Das auf der Rheininsel Nonnenwerth bei Bonn gelegene Franziskus-Gymnasium konnte zwischenzeitlich nicht angefahren werden, so dass etwa 600 Schüler und ihre 60 Lehrer nicht am Schulbetrieb teilnehmen konnten. Ähnlich erging es den Pendlern zwischen Himmelgeist und Üdesheim. Seit mehr als zehn Jahren musste auch hier der Personentransport erstmals wieder unterbrochen werden. Den Rheinfährbetrieben kommen diese Ausfälle teuer zu stehen. Es bleibt Ihnen jedoch nichts anderes übrig als diese Phasen „auf dem Trockenen“ auszusitzen.

Auf dem Rhein können insbesondere grosse Schiffe nur noch mit halbierter Fracht passieren. Containerschiffe haben vollbeladen einen Tiefgang von bis zu vier Metern, die Fahrrinne ist in den letzten beiden Sommern jedoch teilweise nur 2,30 Meter tief. Dies wiederum führt zu Lieferengpässen bei Unternehmen, die auf die Güter und Rohstoffe angewiesen sind. So konnte im vergangenen Jahr das Steinkohlekraftwerk in Hamm nicht beliefert werden. Infolgedessen musste der Energiekonzern RWE das Werk im Sommer für einige Tage vom Netz nehmen. Auch Tankstellen mussten in Nordrhein-Westfalen auf Nachschub warten. Ihnen ging zwischenzeitlich der Sprit aus. Unternehmen müssen aufgrund des niedrigen Wassers in Deutschland deutlich mehr zahlen für die Versorgung ihrer Werke.

Durch die halbierte Ladung pro Schiff stieg die Nachfrage nach zusätzlichen Frachtern enorm an, wodurch sich die Preise pro Tonne mittlerweile etwa vervierfacht haben.

Infolgedessen werden auch die Preise für Heizöl und andere Rohstoffe deutlich steigen. Der Industriekonzern ThyssenKrupp hat bereits zusätzliche Schiffe für den Verkehr zwischen Rotterdam und Duisburg angemietet. Vor ähnlichen Problemen stehen auch der Chemiehersteller Lanxess, der Chemiekonzern BASF und die stahlverarbeitende Industrie. Wo es möglich ist wird die Fracht vom Wasserweg auf Strasse und Schiene verlegt.

Wirtschaftsinteressen contra Klimaschutzziele – die Folgen treffen auf die Verursacher – und von dort auf den Verbraucher

Während bisher vornehmlich Wirtschaftsinteressen der Umsetzung von Klimaschutzzielen im Weg standen, so sind es mittlerweile zahlreiche Unternehmen selbst, denen die Folgen des Klimawandels zu schaffen machen. Betroffen sind nicht mehr nur Natur, Umwelt und Menschen in Drittweltländern, sondern auch die Schifffahrt und mit ihr Energieversorger und rohstoffverarbeitende Industrien.

Das Problem ist auf bestem Wege ganze Industriezweige trocken zu legen. Mit einer wenig nachhaltigen Politik sägt die Wirtschaft langsam aber immer tiefer am Ast auf dem sie selbst sitzt. Eine gute Seite scheint die Misere zumindest zu haben; wenn man im Zusammenhang mit dem menschen-verursachten Klimawandel überhaupt etwas Positives finden kann: Nur da wo finanzielle Einbussen zu befürchten sind, sind Wirtschaftslobbyisten und Klimaleugner bereit an Stellschrauben zu drehen.

Klimaschutzziele werden nur umgesetzt, wenn es beginnt weh zu tun. Das ist im Grossen nicht anders als im Kleinen. Wo aber; wie etwa bei den Energieversorgern; die entstehenden Kosten letztendlich wieder auf den Endverbraucher umgelegt werden, fällt die Industrie noch immer relativ weich.

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