Wie der Klimawandel Unternehmen das Wasser abdreht

Das absehbare Ende von natürlichen Ressourcen.

Wie der Klimawandel Unternehmen das Wasser abdreht
Kategorie
Klimaschutz
Letztes Update
15/8/2019

Das absehbare Ende von natürlichen Ressourcen wie Kohle und Erdöl macht der Industrie zu schaffen. Zunehmend ist es aber auch der Klimawandel und seine Folgen, die Unternehmen in die Knie zwingen. Allen voran wird der Wassermangel weltweit zum Problem – Nicht nur für die Schifffahrt.

Wasser – es ist neben der Luft, die wir atmen das wichtigste Grundelement auf der Erde. Es erfrischt uns nicht nur, reinigt uns und erhält uns am Leben, es ist ein elementares Bedürfnis und Grundvoraussetzung für jede Form von Leben. Dass uns dieses Element jederzeit und in unbegrenzter Menge zur Verfügung steht, scheint uns zumindest in der westlichen Welt eine Selbstverständlichkeit zu sein. Zwar kennen wir alle seit Jahrzehnten die Bilder von Dürrekatastrophen und verhungernder, verdurstender Kinder in Afrika. Aber der Kontinent, in dem Trockenzeiten und Hungersnöte “von Natur aus“ zu den klimatischen Besonderheiten gehören, ist weit weg und wir alle lebten in der Sicherheit der zufällig Privilegierten, die in der gemässigten Zone geboren wurden. Aber die Zeiten ändern sich. Viel schneller als gedacht führt uns der Klimawandel vor Augen wie kostbar ein Element ist, mit dem wir bisher einen sehr sorglosen, verschwenderischen Umgang pflegten. In unseren Breiten kam das Wasser umsonst vom Himmel – und zwar reichlich! Ausbleibender Regen über Monate? Unvorstellbar! Die derzeitige Wasserknappheit und die Auswirkungen des Supersommer vom letzten Jahr, sind alles andere als ein warnender Vorgeschmack. Mancherorts ist in diesem Jahr bereits das Auffüllen privater Swimmingpools untersagt. Betroffen ist aber nicht nur die Grundversorgung der Bürger, sondern zunehmend auch Unternehmen und Konzerne.

Auswirkungen und Ursachen des Wassermangels in Flüssen und Seen:

Bereits im letzten Jahr kam es mancherorts zu dramatischen Senkungen des Wasserpegels in Flüssen und Seen. Mit der Überhitzung durch die Sonneneinstrahlung und dem damit verbundenen Sauerstoffmangel kippten viele Gewässer um. Im Aasee in Münster kam es zu einem Massenfischsterben. Manche Pegelstände sanken um bis zu 15 Zentimeter pro Tag. Die Ufer des Rheins lagen monatelang trocken. Die beiden Talsperren der Gelsenwasser AG in Haltern waren nur noch zu einem Drittel gefüllt. Bootsanlegestege und Uferbereiche lagen auch hier bis zum Jahresende auf dem Trockenen.

Bei Wassermangel in Trinkwasserreservoirs wie etwa dem Halterner Stausee in Nordrhein-Westfalen müssen Wasserversorger schnell reagieren. Wasser aus dem Hullerner Stausee wird dann in den Halterner Stausee übergeleitet. Im Sommer 2018 betrug der Füllstand des Hullener Stausees aber selbst nur noch 63 %. Im Notfall füllt die Gelsenwasser AG den Halterner Stausee mit Wasser aus dem Dortmund Ems Kanal auf, welcher aus der Lippe gespeist wird. In diesem Jahr musste einen Ausgleich mit Kanalwasser bereits Ende Juli stattfinden.

Im Notfall wird man den Wasserverbrauch im Ruhrgebiet senken müssen. Bisher sind Privathaushalte in der Region von einer Reglementierung nicht betroffen und lediglich das Fahrgastschiff “Möwe“ hatte neben einigen anderen Bootsbesitzern leichte Schwierigkeiten den Anlegesteg zu erreichen. Noch droht kein Versorgungsengpass; ein Leerlaufen des Sees muss aber unter allen Umständen verhindert werden, denn dies würde einen massives Fischsterben zur Folge haben. Zahlreiche tote Fische waren schon im Juli dieses Sommers zu beobachten.

Grund für die sinkenden Pegelstände in Flüssen und Seen sind aber nicht allein die ausbleibenden Niederschläge. Der mangelnde Regen ist die eine Folge der Erderwärmung; die andere Ursache ist das Abschmelzen von Permafrostböden, Polareis und Gletschern. Letztere schmelzen auch unter “normalen“ Bedingungen im westeuropäischen Sommer stets zu einem gewissen Teil ab und speisen damit den Rhein. Bei einer so starken Schmelze wie derzeit kommt es aber nicht zum Hochwasser in den Flüssen, sondern zu immer kleineren und letztendlich gar nicht mehr vorhandenen Gletschern.

Im Jahr 2003 lag der Schmelzwasseranteil des Wassers im Mittelrheintal bei etwa 20 %. Im Zuge einer weiteren Erderwärmung wird das Schmelzen der Alpengletscher für eine weitere Absenkung der Pegelstände mitverantwortlich sein. Bisher haben durch die heißen, trockenen Sommer der jüngsten Vergangenheit die Gletscher in der Schweiz bereits ein Fünftel ihres Gesamtvolumens verloren. In jedem weiteren Sommer steht den Flüssen daher weniger Schmelzwasser zur Verfügung.

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