Das Kyoto-Protokoll war das erste völkerrechtlich verbindliche internationale Klimaschutzabkommen und verpflichtete Industrieländer erstmals zu konkreten Emissionsreduktionszielen. Es wurde 1997 verabschiedet und trat 2005 in Kraft, wurde inzwischen jedoch durch das Pariser Abkommen abgelöst. Grosse Emittenten wie die USA, China und Indien haben das Abkommen teilweise ratifiziert (USA nicht) aber wichtige Schwellenländer hatten keine Reduktionspflichten. Die EU-Ziele: CO2-Minderung von 20 % (Periode 2013 bis 2020) hat Europa sogar übertroffen, bis 2020 sanken die Emissionen gegenüber 1990 um über 30 %.
Historisch wichtig, weil es Mechanismen wie den CDM begründete, aus denen sich der heutige freiwillige Kompensationsmarkt entwickelt hat. Für die aktuelle Praxis massgeblich ist heute das Pariser Abkommen, nicht mehr das Kyoto-Protokoll selbst.
Zuletzt aktualisiert: August 2026

