Als Bodentemperatur wird die Temperatur nahe der Oberfläche bezeichnet und wird innerhalb der obersten 10 cm gemessen. Bodentemperatur hat einen Einfluss auf die Stabilität von Permafrostböden und beeinflusst unter anderem das Pflanzenwachstum.
Trockene Böden erwärmen sich schneller als feuchte Böden, kühlen bei fehlender Sonneneinstrahlung aber schneller wieder ab. Die Temperatur der obersten Erdschichten bestimmt massgeblich das Tempo biochemischer Reaktionen und mikrobieller Aktivität. Bei steigenden Temperaturen beschleunigt sich der Abbau organischer Substanz, was wiederum CO₂- und Methanemissionen freisetzt. Die Bodentemperatur hat unmittelbar Einfluss auf die Stabilität von Permafrostböden. Auftauen von Permafrostböden destabilisiert Hänge und kann grosse Mengen an Methan freisetzen. Zu kalte Böden verzögern die Vegetationsperiode, Überhitzung führt zu Wurzelschäden.
Für den landwirtschaftlichen Sektor hat die Bodentemperatur einen Einfluss auf Anbaubedingungen. Wer Saatgut in zu kalte Böden einbringt, riskiert Fäulnisprozesse und teure Nachsaaten, eventuell Ernteausfälle. Folgende Industrien können ebenfalls betroffen sein:
Zuletzt aktualisiert: September 2026

