Palmöl und Palmölplantagen zerstören Regenwals

Palmöl - vom Segen zum Fluch

Palmöl und Palmölplantagen zerstören Regenwals
Kategorie
Klimaschutz
Letztes Update
20/1/2017

Palmöl - vom Segen zum Fluch

Heissgeliebt und brandgefährlich - Palmöl als Zusatz in nahezu jedem zweiten Produkt in Europas Supermarktregalen ist hauptverantwortlich für die Zerstörung der Regenwälder Indonesiens und der Lebensräume der letzten Orang Utans.

Wer einmal versucht hat im Supermarkt all die Produkte bewusst zu meiden in denen Palmöl enthalten ist, der weiss, dass so ein Einkauf zu einer echten Herausforderung werden kann. Schon der Verzicht auf Plastikverpackungen ist schwierig. Zumindest kann man diese aber auf den ersten Blick erkennen. Bei Palmöl muss man sich schon die Mühe machen, die Zutatenlisten der Produkte zu studieren. Diese sind zudem oft so klein geschrieben, dass man sie kaum lesen kann.

Nicht nur Bratfette und Pflanzenöle bestehen oft aus Palmfett, sondern zahlreiche Produkte, in denen man dies zunächst nicht vermuten würde. Palmöl befindet sich in Müslis, Kuchen und Gebäck, Schokoriegeln, Schokoaufstrichen, Chips, Sossen und Fertigsuppen, Margarine und sogar in manchen Getränken. Zahlreiche Hautcremes, Shampoos und Lotionen enthalten ebenfalls Palmöl. Als Tensid deklariert befindet es sich auch in diversen Waschmitteln.

Achtet man tatsächlich auf diese Produkte, so landen im Einkaufswagen neben einigen Früchten und Gemüse bestenfalls Hülsenfrüchte, Nudeln und Reis. Der Speiseplan sieht fade aus ohne Plastik und Palmöl.

Auch unverpackte und palmölfreie Produkte haben oft durch weite Importwege eine hohe CO2-Bilanz. Eine Ausnahme machen regional produzierte Obstsorten und Gemüse mit Bioqualität, Frischfleisch und Milch vom Bauern nebenan. Die aber gibt es in den seltensten Fällen im Supermarkt und sind entsprechend teuer. Wer also auf den Geldbeutel achten muss, der ist mit Produkten aus Billigexportländern paradoxerweise besser bedient. Scheinbar.

Was uns beim Sparen hilft kommt anderen Ländern teuer zu stehen. Die Kasse zahlen Kleinbauern, indigene Völker, die Umwelt und die Tiere. Eine Paradebeispiel für diesen Ökowahnsinn ist der Import von Palmöl. Dabei ist es nicht die Ölpalme selbst, die einen schädlichen Einfluss auf die Umwelt hat, sondern ihr grossflächiger Anbau in Monokulturen, für die rücksichtslos die letzten Naturschutzgebiete der Erde vernichtet werden.

Palmöl - eines der wichtigsten Rohstoffe der Welt

Noch vor gut 30 Jahren war die ursprünglich aus Afrika stammende Pflanze kaum bekannt. Ihre unglaubliche Einsatzfähigkeit in der Lebensmittelindustrie, der Kosmetikherstellung und als Grundlage für alternative, biogene Brennstoffe machte sie in kürzester Zeit zu einem Dauerbrenner auf dem globalen Markt. Die bis zu 30 Meter hoch werdende Pflanze ist relativ anspruchslos, ausserordentlich ergiebig und ihr Öl vielseitig einsetzbar. Nahezu die Hälfte aller hier erhältlichen, verarbeiteten Produkte enthalten Palmöl. Eine wahre Wunderpflanze, so scheint es.

Palmkern

Eigentlich könnten diese Eigenschaften ein unschlagbarer Vorteil sein. Der Anbau der Nutzpflanze ist einfach, die Kosten gering und es kann das ganze Jahr über produziert werden. Das Öl der an sich harmlosen Pflanze könnte neben ihrem Einsatz in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie auch eine Lösung sein bei der Herstellung preisgünstiger und umweltschonender Biokraftstoffe. Wäre da nicht ein entscheidender Haken: Die Palme wächst ausschliesslich in tropischen, äquatorialen Gebieten. Für ihren Anbau sind riesige Flächen notwendig. Dafür müssen Regenwälder weichen. Und gerade diese tragen mit ihrer eigentlich üppigen Vegetation eine hohe Verantwortung bei der Regulierung des Klimas.

Was macht den Anbau der Ölpalmen so riskant für die Umwelt?

Inwieweit leiden Anwohner und Tiere unter der Expansion weiterer Anbauflächen?

Warum wird die Ölpalme nur in Regenwaldgebieten angebaut?

Welche Auswirkungen haben die grossflächigen Monokulturen auf das Klima?

Dauerbrenner Palmöl - von der Brandrodung zur Umweltkatastrophe

Angefangen von der Brandrodung für die Anbauflächen, der Düngung, dem Einsatz von Pestiziden bis hin zur Ernte, Produktion, Export und Weiterverarbeitung handelt es sich beim Palmöl um einen Rohstoff mit extrem schlechter Ökobilanz. Hauptsächlich in Malaysia und Indonesien (Borneo und Sumatra) fressen sich  immer neue Anbauflächen ungebremst in die letzten Regenwälder und Torfsumpfwälder.

Vom landwirtschaftlichen Gesichtspunkt aus betrachtet liegt der Anbau in dieser Region auf der Hand: Das Klima ist für die Palme ideal. Tagsüber ist es warm und trocken und in der Nacht fällt genug Regen um die Plantagen nicht künstlich bewässern zu müssen. Ein weiterer Grund für den ergiebigen und preisgünstigen Anbau.

Für das Ökosystem allerdings ist die Brandrodung der Torfsumpfwälder ein Desaster. Die Böden sind unersetzbare Kohlenstoffspeicher, die unter natürlichen Voraussetzungen eine wichtige Funktion bei der Klimaregulierung zu erfüllen haben. Die Regenwald-Vegetation ihrerseits wandelt Kohlendioxyd in lebenswichtigen Sauerstoff um. Werden sie brandgerodet, mit Bulldozern aufgebrochen und zerstört führt das zu einer Beschleunigung des schon jetzt beängstigenden Treibhauseffekts. Unter den angepflanzten Palmen kann kein heimischer Bewuchs mehr bestehen. Ökologisch wertlose Monokulturen entstehen, die die Böden entwässern und Tieren kaum Lebensmöglichkeiten bieten. Den Rest erledigt der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden.

Die Rodung der Flächen für die Palmölindustrie macht Indonesien mit einem nach Angaben der Weltbank jährlichen CO2-Ausstoss von 3 Milliarden Tonnen zum drittgrößten Klimakiller und Treibhausgasemittenten nach China mit 5 Milliarden Tonnen und den USA mit 6 Milliarden Tonnen.

Mehr als 30 Millionen t Öl auf 8 Millionen ha Plantagen und Monokulturen produziert das Land pro Jahr. Das ist eine Fläche von fast der Hälfte der Grösse der Bundesrepublik Deutschland. Von den ursprünglichen Regenwäldern Indonesiens sind drei Viertel bereits zerstört. Mehr als 3 Millionen Tonnen Öl auf 8 Millionen ha Plantagen und Monokulturen produziert das Land pro Jahr. Tendenz steigend.

Nach China, Indien und den Niederlanden zählt Deutschland zu den stärksten Importeuren von Palmöl. Die grössten Produzenten sind Malaysia mit 36 % und Indonesien mit 53 %. Um den weltweiten Bedarf auch weiterhin decken zu können, müssen weitere Anbauflächen geschaffen werden. Dies ist nur möglich durch Brandrodung, Abholzung und Enteignung der dort lebenden Menschen. Ausgemergelte, entwässerte Böden, Zerstörung der Biodiversität und eine nicht wiedergutzumachende, negative Auswirkung auf das Weltklima sind die Folgen.

Einer Greenpeace-Studie zufolge sind allein zwischen 2006 und 2013 die südostasiatischen Urwälder um mehr als ein Zehntel geschrumpft. Die Ölpalme durch andere Pflanzen wie beispielsweise Sonnenblumen oder Raps zu ersetzen, scheint ineffizient. In Punkto Wirtschaftlichkeit ist sie unschlagbar. Sie gibt bis zu 18 mal mehr Öl her als andere Ölfrüchte gleicher Menge.

Kein Wunder also, das viele Betriebe zur Ölpalme nicht nur keine Alternative sehen, sondern weiter expandieren möchten. Für Kleinbauern und Arbeiter bedeutet dies oft genug von ihrem ehemaligen Broterwerb auf die Ölplantagen umzusteigen. Die Ernte der bis zu 18 Kilo schweren Früchte aus schwindelerregender Höhe ist zwar noch wesentlich anstrengender als beispielsweise die Arbeit auf den Kakao-Plantagen, wird aber auch besser bezahlt. Ein Kompromiss, den viele Menschen einfach eingehen müssen um ihre Familien zu ernähren. Nicht selten schuften auch die Kinder der Angestellten hier bereits mit um den Lebensunterhalt zu gewährleisten. Ihre Chancen später einmal einer anderen Beschäftigung nachgehen zu können sind verschwindend gering. Ein Teufelskreis.

Nicht nur Anwohner und indigene Völker aber verlieren dadurch ihren angestammten Lebensraum, sondern auch zwei der bedrohtesten Tierarten unseres Planeten, der Orang Utan und der Sumatra-Tiger.

Zwar werben diverse Hersteller von Schokoriegeln und Brotaufstrichen, Lebensmittelketten und die Waschmittelindustrie Palmöl zu verwenden, dass aus nachhaltigem Anbau stammt. Da stellt sich die Frage: Was ist nachhaltiger Anbau und gibt es ihn überhaupt?

Experten sagen eindeutig nein!

Schon die Rodung der behördlich genehmigten Flächen ist eine ökologische Katastrophe. Hinzu kommen erschwerend noch zahlreiche illegale Rodungen. Gegen die grossen Konzerne, die hinter den Plantagen stehen, vorzugehen ist schwer. Zwar gibt es längst Gesetzte zum Schutz der Wälder, sie kommen aber nicht zur Anwendung. Bisher wurde auch für die illegal gerodeten Flächen niemand zur Rechenschaft gezogen. Wie so oft steht hier das Recht auf der Seite des Stärkeren, sprich der Wirtschaftsbosse. Und (auch das kennt man mitunter in unserem Teil der Welt) - ist eine Tatsache erst einmal geschaffen, gibt es in der Regel auch früher oder später die entsprechende Genehmigung dafür. So scheint es fast wie ein Tropfen auf den berühmten heissen Stein, dass Unterschriftenlisten gegen die Abholzung zwar den Behörden übergeben werden konnten und ein weltweiter Protest allmählich hörbar wird. Jedoch mehr als eine geringfügige Verlangsamung des Wald- und Artensterbens konnte hiermit bisher nicht erreicht werden. Noch immer scheitert ein Einschreiten an der Korruption hochrangiger Politiker.

Wie nachhaltig sind Nachhaltigkeitssiegel? Aufklärung und bewusster Einkauf

Das ZDF berichtete kürzlich über eine Gruppe von Menschen aus dem indonesischen Regenwald, die in Deutschland demonstrierten um hier darauf aufmerksam zu machen, dass auch und gerade westliches Konsumverhalten an der Zerstörung ihrer Heimat Schuld ist. Mit der Schuld trifft uns auch die Verantwortung. Bewusster Handeln, aufmerksamer Einkaufen, verantwortungsvoller Konsumieren sollte unser aller Gebot der Stunde sein. Zugegeben - leicht ist es nicht und etwas Zeit erfordert es auch. Wer sich informieren will, der muss sich die Mühe machen Verpackungsaufdrucke zu lesen und versteckte oder verschleierte Hinweise zu erkennen.

Nicht immer ist Palmöl auch als solches deklariert. Hinter dem Begriff "Pflanzliche Fette" und "Pflanzliche Öle" verbirgt sich fast immer Palmöl. Ungekennzeichnet könnte man also auch Raps- Sonnenblumen- oder Olivenöl vermuten. In Zukunft soll hier in der EU eine neue Lebensmittelverordnung greifen, die zu einer besseren Kennzeichnung führt. In Waschmitteln versteckt sich Palmfett mitunter als "Tensid".

Viele Produzenten erklären, dass sie für die Herstellungsprozesse ihrer Produkte nur Palmöl mit dem sogenannten RSPO-Siegel verwenden. Diese 2004 ins Leben gerufene Initiative (Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl - Roundtable on Sustainable Palm Oil) hat den nachhaltigen Anbau von Palmölplantagen im Blick.

Nach eigenen Angaben setzte die RSPO sich dafür ein, dass:

  • Primärregenwälder nicht gerodet werden dürfen.
  • Der Gebrauch von Chemikalien wie dem in Herbiziden vorkommenden Inhaltsstoff Paraquat reduziert oder ganz ausgeschlossen wird.
  • Der Anbau zu keinen bedeutenden Land-Konflikten führt.

Dies ist sicher ein guter Anfang und ein Schritt in die richtige Richtung. Zumal das Label vorsieht, dass, wenn eine Plantage das Siegel erhalten hat auch die anderen nachhaltig werden müssen und jede Plantage als Ausgleichsfläche ein Waldgebiet, den "High Conservation Value Forest" auszuweisen hat. So finden sich tatsächlich innerhalb der Plantagen winzige Flecken scheinbar unberührter Natur. Ökologisch und als Lebensraum für Tiere sind diese aus dem Zusammenhang gerissenen Miniwäldchen völlig nutzlos. Sie dienen eher der Zurschaustellung guten Willens als einer wirksamen Unterstützung der Biodiversität.

Was unter "keinen bedeutenden Landkonflikten" zu verstehen ist mag man sich fragen angesichts der Tatsache, dass einfache Landbewohner ohne Lobby und erst recht nicht Wildtiere die Mittel haben für ihr Recht auf Lebensraum einzutreten. Ebenso scheint die Einteilung in Primär- und Sekundär-Regenwälder recht willkürlich. Der Inhaltsstoff Paraquat in Herbiziden ist in Deutschland längst verboten. Er zählt zu den extrem gefährlichen Giften, die auch bei Menschen zu Nervenschädigungen führen können. Den Gebrauch in Indonesien lediglich "stufenweise einstellen" zu wollen, ist ein Vorgehen, dass als Schutzmassnahme getarnt beinahe an Sarkasmus grenzt.

Anwohner, die dennoch den Mut aufbringen gegen die Palmölindustrie vorzugehen, landen nicht selten im Gefängnis. Ihren Besitz, Land und Wohnhäuser verlieren sie trotzdem. Die gezahlten Entschädigungen sind oft unzureichend und sicher nicht geeignet, die Verbitterung der Menschen aufzufangen.

Der tatsächliche Nutzen der RSPO ist damit (noch) höchst umstritten und das Siegel keineswegs ein Garant für ein Produkt aus ökologisch-nachhaltiger Landwirtschaft. Die Kennzeichnung mit dem RSPO-Nachhaltigkeitszertifikat, wie sie bereits auf einigen Produkten zu finden ist, ist leider nach wie vor vor allem für die Palmölindustrie selbst von Nutzen.

Waschmittel, Shampoos, Schokolade, Süssigkeiten, Fertiggerichte und Kosmetika - sie alle können den Rohstoff der Palmfrüchte enthalten. Ihr Kauf also trägt zur Vernichtung von Regenwäldern, Lebensräumen für Mensch und Tier und der Verschlimmerung des Treibhauseffektes bei.

Indonesien ist in unseren Köpfen weit weg. Die wenigsten werden sich als Touristen hierher verirren. Dennoch: der Palmöl-Skandal zeigt uns deutlich, wie eng das Leben der Menschen und Tiere in Indonesien und mit ihnen das Schicksal eines ganzen Planeten mit dem unseren in Verbindung steht.

Wer aktiv etwas tun möchte, der lässt sich nicht mehr von Industrie und Wirtschaft "im Regen stehen" und meidet wo immer möglich Produkte aus Palmöl.

Auf Nummer Sicher gehen kann man zum Beispiel mit einer iPhone APP, mit der man im Supermarkt palmölfreie Produkte aufspüren kann.

https://itunes.apple.com/us/app/pop-produkte-ohne-palmol/id984641147?mt=...

Erhältlich ist sie auch über den Suchbegriff "ZeroPalmöl" im Google Play Store oder unter folgendem Link:

https://play.google.com/store/apps/details?id=de.zeropalmoil

Der "Waldmensch" kämpft ums Überleben - nur noch 200 Orang Utans leben in Freiheit

Auf der indonesischen Insel Sumatra, der Heimat der Orang Utans, deren Name so treffend "Waldmensch" bedeutet (schliesslich stehen sie uns zusammen mit dem Schimpansen genetisch näher als jedes andere Tier auf diesem Planeten) ist der Menschenaffe extrem bedroht. Hier wie anderswo reichen Palmölplantagen bis an den Horizont wo einstmals der sattgrüne Regenwald die Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten war. Tierschützer aus aller Welt machen sich stark für die Rettung wenigstens der letzten der sanften Waldbewohner. Leicht wird ihnen diese Aufgabe nicht gemacht. Mit ihrem Kampf zum Erhalt der Urwaldflächen stehen sie starken Gegnern gegenüber: Der Palmölindustrie.

Orang Utang

Die Tiere, die den Anbauflächen im Wege sind, werden durch die Brandrodung in immer seltenere, immer kleinere Rückzugsgebiete vertrieben oder direkt erschossen. Zurückbleibende Affenkinder sind entweder einem langsamen Hungertod geweiht oder werden nicht selten illegal als Haustiere verkauft. Bei ihnen handelt es sich nicht um Tierbabys, die auf natürliche Weise ihre Mutter verloren haben. Die Mutter-Kind-Bindung ist bei den Orang Utans ebenso stark wie beim Menschen. Dementsprechend verzweifelt verteidigt eine Affenmutter ihr Junges bis zum buchstäblich letzten Atemzug. Es ist per se nicht möglich einer Orang Utan-Mutter ihr Kind zu nehmen, ohne sie zuvor zu töten.

Die Haltung der unter Artenschutz stehenden Orang Utans ist auch in Indonesien für Privatpersonen strafbar. Gerade das aber macht ihren Besitz paradoxerweise so interessant. In einem Land, in dem ein so hohes Statusdenken herrscht wie in Indonesien, gilt es als schick, sich über geltendes Recht hinwegzusetzen und damit seinen eigenen Rang, bzw. seine Arroganz gegenüber dem Gesetz zu demonstrieren. Zur Anzeige kommen der Handel und die Haltung mit den seltenen Tieren fast nie.

Noch vor zwei Jahrzehnten gab es hier mit etwa 2000 Tieren die weltweit dichteste Population der grossen Menschenaffen, von denen heute schätzungsweise keine 200 Tiere mehr am Leben sind. Bei einer ungebremsten Zerstörung der Wälder dürften die letzten natürlichen Lebensräume der letzten Orang Utans nach Angaben des WWF bereits bis 2020 von dieser Erde verschwunden sein. Vom Aussterben bedroht sind neben den Menschenaffen auch die knapp 400 noch lebenden Sumatra-Tiger.

Wo immer es möglich ist, retten Tierschutzorganisationen die oft verletzten oder unter Krankheiten leidenden Affenwaisen und geben ihnen in Auffanglagern zumindest vorübergehend eine sichere Bleibe. Sie später auszuwildern ist in vielen Fällen möglich. Ob sie dann aber tatsächlich eine dauerhafte Überlebenschance haben ist fraglich.

Dabei ist der Orang Utan nicht der letzte in dieser Kette, der über kurz oder lang den verzweifelten Kampf ums Überleben verlieren wird. Dass der Mensch selbst (und auch hier nur der selbsternannte, zivilisierte Teil der Menschheit), als Auslöser und einziger Nutzniesser der Katastrophe dieser in einer nicht allzu fernen Zukunft Tribut zahlen wird, ist gewiss. Bis dahin aber wird den wenigsten von uns aus Einsicht oder Mitgefühl der herzhafte Bissen vom Schokobrot im Halse stecken bleiben.

Guten Appetit!

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