CO2 Ausstoss und Ökobilanz im Onlinehandel

Wie umweltfreundlich ist Online-Shopping?

CO2 Ausstoss und Ökobilanz im Onlinehandel
Kategorie
Reduktion
Letztes Update
7/8/2016

Wie umweltfreundlich ist Online-Shopping?

Damit nicht genug erledigen wir heutzutage auch einen Grossteil unserer Einkäufe nicht mehr zu Fuss oder per Auto in der nächsten Stadt, sondern nutzen auch hierfür den Versandhandel. Anders als noch vor wenigen Jahren, wo nur einige renommierte Versandhäuser Bekleidung und Non-Food-Artikel im Inland per Post verschickten, bezieht sich dieses Angebot auf mittlerweile fast alle nur denkbaren Waren aus dem In- und Ausland. Geringe Versandkosten und die bequeme Lieferung bis zur Haustür erleichtern uns die Entscheidung für diese neue und immer beliebtere Form des Einkaufs vom Bildschirm aus.

Auch die Umwelt scheint von der digitalen Vereinfachung und Verkürzung von Wegen zu profitieren. Papier ist weitestgehend überflüssig und die Abholzung der Bäume zu ihrer Herstellung könnte der Vergangenheit angehören. Der Onlinehandel von Gütern ermöglicht es den eigenen Wagen in der Garage zu lassen. Das hört sich doch gut an, sollte man meinen. Aber bedeutet drahtlos wirklich auch emissionslos? Sparen wir tatsächlich CO2-Emissionen ein durch den verstärkten Einsatz des digitalen Mediums?

Sparen am falschen Ende

Um 1 Kilo CO2 zu verursachen braucht ein PKW mit durchschnittlichem Verbrauch lediglich sieben Kilometer zu fahren. Eine erschreckend grosse Menge für den Kauf eines Brot oder das Paar Schuhe. Die Bestellung im World Wide Web scheint angesagt.
Aber ersetzt das Internet tatsächlich Anfahrtswege? Wie sieht die CO2-Bilanz unserer Einkäufe in der Realität aus? Schnell wir klar - diese Rechnung geht nicht auf!

Ökologischer Fussabdruck bzw. CO2-Fussabdruck von Online-Shoping

In der Tat besorgen wir pro Einkauf weit mehr als nur ein einziges Teil. Der durchschnittliche Einkaufswagen an der Supermarktkasse enthält Waren im Wert von etwa CHF 90.00. Im Anschluss steht nicht selten der Einkaufsbummel in der Innenstadt an. Schuhgeschäft, Frischmarkt und Boutique erhalten ebenfalls einen kurzen Abstecher bevor es die durchschnittlichen sieben Kilometer zurück nach Hause geht. Teilt man also die Summe der erworbenen Produkte bei einer einzigen Fahrt durch die dabei verbrauchten Treibstoffe, dann relativiert sich der eigene CO2-Ausstoss ganz schnell.

Im Vergleich dazu kommt die neue Handyhülle aus Fernost als Einzelsendung zu uns. Natürlich macht sich jedes Produkt ab Werk zunächst als Massenware auf den Weg. Im Bestimmungsland angekommen aber geht es an die postalische Weiterleitung. Auch im Postwagen befinden sich natürlich mehr als ein paar kleine Pakete, aber jedes einzelne von ihnen muss letztendlich eine individuelle Strecke von wiederum etwa einem halben bis zu drei Kilometern zum Endkunden zurücklegen. Wenn dieser zu Hause ist! Im Falle seiner Abwesenheit können zwar Nachbarn aushelfen und die Sendung entgegennehmen. In vielen Fällen aber kommt der Paketbote ein zweites und sogar ein drittes Mal bis die Bestellung endlich in den Händen des Empfängers landet. Der Endverbraucher hat bei diesem Vorgang zwar tatsächlich einiges an Geld und Zeit gespart – allerdings auf Kosten der Umwelt!

Mit dem Verbrauch von Papier sieht es ganz ähnlich aus. Obwohl es sowohl privat als auch beruflich theoretisch möglich wäre weitestgehend auf den Gebrauch von Papier zu verzichten ist in den letzten Jahren der Verbrauch und die damit einhergehende Abholzung von Wäldern sogar noch gestiegen! Behörden erkennen seit einigen Jahren schon digitale Dokumente als gleichwertig an, dennoch besitzt laut Umfragen noch immer jeder Privathaushalt im Schnitt etwa sieben Aktenordner. Nicht jedes digitale Dokument muss ausgedruckt werden. Archivieren Sie Unterlagen auf der Festplatte oder einer Cloud und legen Sie hier Ihre Ordner an. Die kleine Mühe lohnt sich: Der Umwelt und der eigenen Platzersparnis zuliebe.

Wer verantwortungsvoll (im Internet) handeln will, der nutzt das digitale Medium um Preise zu vergleichen. Dies spart Zeit und Nerven und sicher auch die Anfahrtswege zu verschiedenen Läden. Gekauft werden können die Produkte dann aber vor Ort, oder als Sammelbestellung wenn sich der Weg über das Internet nicht vermeiden lässt.

Fazit: Nicht die Umwelt in Kauf nehmen

Nicht alles, was auf dem schnellsten Wege zu uns kommt ist auch günstig für die Umwelt. Wer sich die Mühe macht Produkte aus möglichst regionaler Herstellung zu erwerben und dazu auch mal Fuss- oder Radwege in Kauf nimmt, handelt verantwortungsbewusst und verursacht die wenigsten Emissionen.

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Weitere Informationen zu Themen der Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz, einschliesslich der ESG-Berichterstattungspflicht in der EU und der Schweiz, finden Sie über den zweiten bereitgestellten Link.