Graue Energie beinhaltet die gesamte Energie, die ein Produkt verursacht. Graue Energie wird auch als unsichtbare Energie bezeichnet. Graue Energie bezogen auf ein Produkt bezieht sich auf die Rohstoffgewinnung, Transporte, Verpackung und Entsorgung am Lebensende. Es beinhaltet nicht die Energie die während der Nutzungsphase verbraucht wird. Jede Lebenszyklusanalyse zeigt unter anderem diese Punkte auf.
Graue Energie ist die indirekte Energie, die hinter einem Produkt steckt und macht oft einen erheblichen Anteil der Gesamtemissionen aus.
Hinter dem Begriff der grauen Energie verbirgt sich das, was im GHG Protocol unter Scope 3 als eingekaufte Waren und Dienstleistungen verbucht wird und ist das Rückgrat jeder Ökobilanzierung. Besonders in materialintensiven Branchen wie dem Maschinenbau, der Metallverarbeitung oder der Bauwirtschaft entsteht der grosse Anteil der Umweltlasten nicht in der eigenen Werkshalle, sondern in den bezogenen Rohstoffen und Bauteilen. Wer Umweltproduktdeklarationen (EPDs) vorweisen muss , ist auf eine lückenlose Erfassung dieser vorgelagerten Energieaufwände angewiesen. Im Rahmen von Ökobilanzen oder Product Carbon Footprints werden graue Energien systematisch erfasst und berechnet.
Zuletzt aktualisiert: September 2026

