Der ökologische Fussabdruck misst, wie viel biologisch produktive Fläche nötig wäre, um den Ressourcenverbrauch und die Abfallproduktion einer Person, eines Unternehmens oder einer Volkswirtschaft nachhaltig zu decken. Er ist breiter gefasst als eine reine CO2-Bilanz und bezieht z. B. auch Landnutzung und Wasserverbrauch mit ein. Während der CO2-Fussabdruck lediglich die klimatischen Auswirkungen misst, bildet der ökologische Fussabdruck die gesamte biologische Beanspruchung ab. Er fungiert als umfassendes Flächenkonto, das neben den für die CO2-Bindung nötigen Kapazitäten auch den Bedarf an Acker- und Weideland, Waldflächen für die Holzgewinnung sowie den Platzbedarf für Siedlungen und Infrastruktur integriert.
Für die meisten KMU-Kundenanfragen ist die CO2-Bilanz die konkret geforderte Kennzahl, nicht der ökologische Fussabdruck im engeren Sinn. Der Begriff ist dennoch nützlich, um Nachhaltigkeitsthemen in der internen oder Marketing-Kommunikation verständlich einzuordnen.
Zuletzt aktualisiert: August 2026

