Wetterphänomen El-Nino
Mittwoch, 13. Februar 2019

El Niño und der Klimawandel

Das Wetterphänomen El Niño 

Sein Name lässt anderes vermuten als das was dieser Wind tatsächlich beschert. Das „Christuskind“, so die Übersetzung des spanischen Begriffs, ist eigentlich für das Bringen schöner Geschenke alle Jahre wieder ein gern gesehener Gast. Ganz anders aber der Sturmwind El Niño, der mit zerstörerischer Kraft wütet, wenn auch er alle paar Jahre als grossräumiges meteorologisches Phänomen im äquatorialen Pazifik auftritt. Seinen Namen erhielt er vor knapp zweihundert Jahren von peruanischen Fischern, die dem Wind, der zur Weihnachtszeit auftrat, ihre schlechten Fangquoten zuschrieben. Vom Rest der Welt dürften die leidgeplagten Fischer damals wenig geahnt haben und noch weniger von den weltweiten Auswirkungen dieses Sturms.

El Niño ist für zum Teil katastrophale Wetterphänomene verantwortlich. Während es an der Westküste Südamerikas zu heftigen Regenfällen kommt, bringt er anderswo Dürren. Wie etwa in Südostasien, Südafrika und Australien. Auch im tropischen Amazonasgebiet sorgt er für längere Trockenzeiten. Dem Süden der USA beschert er hingegen feuchtes und kühles Wetter.

Ein El Niño-Ereignis führt immer wieder zu einer dramatischen Auswirkung in den betroffenen Regionen. Für die Stärke dieses Windes sind viele Faktoren ausschlaggebend. So können Temperatur, Strahlung, Wolkendecke, etc. Einfluss nehmen.  Mit dem Wind bringt man die Waldbrände und Dürren im Süden Australiens, die Überschwemmungen im Norden Australiens und in Peru, die Trockenperioden im Amazonasgebiet und die Stürme in Kalifornien in Verbindung. Es ist bekannt, dass steigende Temperaturen eine Zunahme von extremen Wetterphänomenen wie Dürren, Überflutungen und starken Stürmen bedeuten. Inwiefern aber die Auswirkungen des eigentlich natürlichen Phänomens El Niño auf den Klimawandel zürückzuführen sind, ist bisher nicht eindeutig geklärt.

Zwar wurde seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert auch die Daten von El Niño erfasst. Allerdings waren sie bis nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stets unvollständig und daher für eine abschliessende Auswertung darüber, ob El Niño sich in seiner Heftigkeit aufgrund eines Menschen verursachten Klimawandels verstärkt habe, unzureichend. Der besonders heftige El Niño 1997/98 hat unter Klimaforschern erneut Anlass zu dieser Diskussion gegeben. Allerdings kann die These bis heute nicht wissenschaftlich untermauert werden.

Ob nun natur- oder menschengemacht: Wir werden die Stürme und ihre Auswirkungen sowie alle anderen „Natur“-Katastrophen wohl hinnehmen müssen wie sie kommen. Zumindest im schnellen Vergessen von Hiobsbotschaften sind wir Menschen ja wahrhafte Meister.

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