Transportmittel gleich Klimaschutz
Montag, 4. Februar 2019

Reisen und Urlaub: Transportmittel = Klimaschutz

Jeder Urlaub hat sein Gutes: Erholung! Aber dennoch müssen wir uns fragen, inwieweit wir auch während dieser Zeit zum Klimaschutz beitragen können. Sollten wir mit dem Flugzeug anreisen oder doch lieber mit dem Auto oder Bus?

Reisen und CO2-Ausstoss

Jedes Jahr macht eine Familie mit mehreren Personen mindestens einmal gemeinsam Urlaub. Dabei wird kaum über den Klimaschutz nachgedacht, sondern vielmehr über die schnelle und komplikationslose Anreise. Das ist natürlich menschlich: Denn schliesslich möchten alle Familienmitglieder den ersten Tag in vollen Zügen am Urlaubsort geniessen.

Der Gang in ein Reisebüro lockt mit vielfältigen Angeboten in ferne Länder. Schnell sind Tickets gebucht und die Vorfreude ist gross. Dennoch treffen wir dabei schon auf das erste Problem. Wie kommt eine Familie zum Flughafen und vom Flughafen zu ihrem Urlaubsziel? Mit dem Auto, mit der Bahn oder mit dem Bus?

 

Billigflieger – geringe Kosten, aber gleiche Strecke

 

Wenn wir alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, so sollten Entfernung (Strecke), Zeit sowie mögliche Wartezeiten berücksichtigt werden. Gerade im Flugverkehr gibt es zahlreiche Angebote der Billigflieger. Diese belaufen sich auf Kostenersparnis jedes einzelnen Urlaubers, dennoch sind diese Strecken wie bei normalen Flügen die gleichen. Im Hinblick auf den Klimaschutz sind hierbei die CO²-Werte enorm.

Ausgehend davon, dass eine Urlaubsreise mit dem Flugzeug eine durchschnittliche Strecke von 1000 km hat, werden pro Kopf 290 kg Co² ausgestossen. Sind weniger Fluggäste an Bord, so sinkt der CO²-Ausstoss pro Kopf. In der Urlaubssaison sollte aber von er letztgenannten Möglichkeit nicht ausgegangen werden. Denn Fluggesellschaften finanzieren sich durch voll besetzte Flieger, die pro Tag mehrere Strecken zurücklegen.

CO² mit Autofahrt minimieren


Natürlich sind Fernreisen oftmals nur mit dem Flugzeug möglich. Ist das Urlaubsziel auch mit dem Auto erreichbar, lässt es sich hierbei minimal an CO² sparen und somit zum Klimaschutz beitragen. Für eine durchschnittliche Strecke von 1000 km mit einem Mittelklassewagen kommen 210 kg CO² pro Kopf. Voraussetzung ist allerdings, dass das Auto mit Benzin betrieben wird und nicht mehr als 9 Liter pro 100 km verbraucht.

Der CO²- Ausstoss steigt, je nach Gegebenheiten. Nicht immer besteht die Urlaubsstrecke aus der Fahrt auf Autobahnen. Landstrassen und das Fahren im Stadtverkehr zeigen dabei zwei unterschiedliche CO²-Werte.

Stadtverkehr: Der CO²-Ausstoss steigt.

Landstrasse: Der CO²-Ausstoss sinkt

Jeder Wert ist stark abhängig von der Fahrweise des Autofahrers. Dieser kann mit effektiven Massnahmen zum Klimaschutz beitragen

Auf den optimalen Reifendruck achten – üblicherweise 2,0 bar (je nach Hersteller).

Auf angemessene niedrigtourige und sparsame Fahrweise achten.

regelmässige Fahrzeugwartung / Inspektion

Umso mehr Gepäck an Bord ist, umso höher steigt der CO²-Ausstoss. (Fahrräder oder Skiausrüstung vielleicht zu Hause lassen und am Urlaubsziel ausleihen.

 

Busfahrt in den Urlaub mit niedrigem CO²-Ausstoss


Kurzreisen werden oft mit dem Bus zurückgelegt. Sich fahren lassen und dabei schon entspannen können, ist für viele ein grosser Vorteil. Auch Familien mit mehreren Personen nutzen gerne die Angebote der Busbetriebe.

Je voller der Bus besetzt ist, umso weniger CO² wird ausgestossen. Bei einer durchschnittlichen Strecke von 1000 km beträgt der CO²-Ausstoss pro Kopf etwa 30 kg. Im Vergleich zur Autofahrt oder zum Flug eine effektive Möglichkeit, zum Klimaschutz beizutragen. Auch spielt hier ebenso die Fahrweise des Busfahrers sowie der Streckenverlauf (Landstrasse, Autobahn oder Stadtverkehr) eine grosse Rolle.

 

Bahnfahrt – lieber lange Strecken


Wird die Urlaubsanreise mit der Bahn angetreten, ist auch hier eine entspannte Komponente dabei. Während man sich fahren lässt, können innerhalb weniger Stunden etliche Kilometer zurückgelegt werden. Das ist im Hinblick auf einen angenehmen Urlaubsstart besonders hervorzuheben. Dennoch sollte auch bei der Bahnfahrt der CO² Ausstoss in Betracht gezogen werden.

Pro Durchschnitt werden 40 kg pro Kopf an CO² ausgestossen. Um diesen CO²-Ausstoss zu verringern, sind lange Strecken gegenüber kürzeren Strecken von Vorteil. Auch die Besetzung der Bahn ist für die Durchschnittsberechnung wichtig. Umso mehr Fahrgäste in der Bahn sitzen, umso geringer ist auch der CO²-Ausstoss.

 

Klimaschutz und Urlaub miteinander vereinen


Bevor es in den Urlaub geht, ist es empfehlenswert, sich mit den Transportmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Der CO²-Ausstoss ist dabei eine wichtige Komponente. Denn dieser lässt sich stark minimieren, wenn An- und Abreise genau geplant werden. Dabei sollten Fahrten von Tür zu Tür als effektive Möglichkeit in Betracht gezogen werden. Denn hierbei fallen (unnötige) Strecken weg, die einen zusätzlichen CO²-Ausstoss fördern. Anfahrtswege, bei denen ein Umsteigen innerhalb des gleichen oder in ein anderes Transportmittel vonnöten ist, sollten vermieden oder zumindest soweit reduziert werden, dass der pro Kopf CO²-Ausstoss so minimal wie möglich gehalten wird.

Wer noch mehr für den Klimaschutz tun möchte, sollte aufs Fahrrad umstiegen. Denn jede Fahrt mit dem Zweirad ist CO²-frei. Vielleicht lässt sich der umweltfreundliche Urlaub mit der Familie mit einer wunderschönen Fahrradtour verbinden?

Hier gelangen Sie zu unserem Online-CO2-Fussabdruckrrechner und können Ihre CO2-Emissionen einfach berechnen

 

 


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