Ein gutes Image – heute wichtiger denn je

“Tue Gutes und rede darüber,“ wussten schon unsere Grosseltern. Wir alle wissen, dass unsere guten Taten und Erfolge nur dann eine Aussenwirkung haben, wenn wir unser Licht nicht unter den Scheffel stellen. Was im Kleinen richtig ist, gilt im Grossen erst recht. Dabei kommt es freilich nicht darauf an, dem Kunden das Blaue vom Himmel zu versprechen. Moderne Verbraucher enttarnen leere Worthülsen sehr schnell und werden auf billige Lockversuche kein zweites Mal mehr hereinfallen.

Gerade diese negative Kritik gilt es zu vermeiden. Trotz aller ausgeklügelten Werbetechniken ist die Mund-zu-Mund-Propaganda auch heute noch ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Imagebildung. Dazu gehört neben der Authentizität, der Transparenz und der Aufgeschlossenheit gegenüber der Kundschaft heute unbedingt auch der Nachhaltigkeitsaspekt.

Ausbeutung als Mittel zur schnellen Erfolgsoptimierung ist zutiefst verpönt und verschafft zudem nur sehr kurzfristigen Gewinn. Erfolgreiche Unternehmen setzen daher auf langfristige Methoden, die auf die Zukunft ausgerichtet sind. Sie investieren in Verantwortung gegenüber der Umwelt, der Kundschaft und auch ihren Mitarbeitern.

Der Kunde ist König

König Kunde“Der Kunde ist König“, wusste man schon anno dazumal. Gemeint war damit, den Kunden zuvorkommend zu beraten, ihm mit Höflichkeit und Respekt zu begegnen, seine Fragen kompetent zu beantworten und ihn im Idealfall nicht nur durch die Qualität der verkauften Ware oder Dienstleistung, sondern auch durch eben diese Umgangsformen zur Wiederkehr aufzufordern. Die Kundin, die auch vor dem heimischen Spiegel mit dem neuen Kleid oder der neuen Frisur noch glücklich ist, fühlt sich gut beraten und wird wiederkommen.

Diese Methode der Kundenbindung hat natürlich bis heute nichts an Aktualität verloren. Höflichkeit der Führungspersonen und der Mitarbeiter gegenüber der Kundschaft ist ein wichtiger Teil des Images eines Unternehmens. Aber auch der Umgangston und das Verhalten von Chef und Angestellten untereinander wird von den Kunden durchaus wahrgenommen. Zusätzlich kommen heute aber ein paar weitere wichtige Punkte hinzu:

Werbung wird von Konsumenten ebenso wie politische Wahlversprechen nicht mehr kritiklos geschluckt. Sie wird auf ihren Wahrheitsgehalt oft akribisch hinterfragt. Ein Unternehmen, dass dieser Prüfung nicht standhält, hat auf der ganzen Linie verloren. Eine gute Kommunikation, Transparenz und ein authentisches Auftreten machen eine Firma ebenso aus wie das Produkt, das sie anbietet.

Vertrauen und Aussenwirkung

VertrauenVertrauen schafft ein gutes Image; ein gutes Image wiederum baut Vertrauen auf – beides bedingt sich also gegenseitig. Beides bekommt aber niemand in die Wiege gelegt. Diese Attitüden müssen erarbeitet werden. Das gelingt in den seltensten Fällen von heute auf morgen und erfordert viel Zeit und einen langen Atem. Es bedeutet auch, das Handeln der Konkurrenz nie aus den Augen zu verlieren. In gewisser Weise geht es hier um den Kampf der Vormachtstellung am Markt. Dabei kommt es natürlich massgeblich darauf an, mit fairen Mitteln in den Ring zu steigen und gerade auch durch diese Fairness zu punkten. Hier Souveränität an den Tag zu legen ohne den Einsatz der Ellenbogen ist sicher beeindruckender als Rücksichtslosigkeit. Es suggeriert dem Beobachter eine Grösse und Unangreifbarkeit eines Unternehmens, das Nebenbuhler gefahrlos (weil konkurrenzlos) dulden kann.

Ein gutes Image und das Vertrauen der Kundschaft erhält man natürlich in erster Linie durch qualitativ hochwertige Dienstleistungen und Produkte. Das Preis-Leistungs-Verhältnis sollte stimmen. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sollten zum selbstverständlichen Vokabular der Firmenleitung und der Mitarbeiter gehören.

Auch Präsenz in den Medien, in Vereinen und vielleicht sogar in der Politik sind wichtig. Neben der Nachhaltigkeit eines Unternehmens macht es immer einen positiven Eindruck, sich auch ehrenamtlich und gemeinnützig zu engagieren und sich als Sponsor für verschiedenste Veranstaltungen oder Aktionen anzubieten. Dies zeigt, dass das Wohl von Gesellschaft und Umwelt dem Unternehmen am Herzen liegt, auch wenn damit kein Geld zu verdienen ist. (Natürlich gewinnt das Unternehmen auch durch "selbstlosen" Einsatz ganz enorm - nämlich an Image. Gerade das wirkt sich dann auf lange Sicht auch auf die Gewinnspanne aus.)