Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengetragen.
Nachhaltiges Handeln bedeutet generationengerecht zu handeln. Der Begriff geht weit über das Thema Klimaschutz hinaus. Im Kern bedeutet nachhaltiges Handeln einen verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Ressourcen. Dieser soll und darf nicht zu Lasten künftiger Generationen Geschehen.
ESG und Nachhaltigkeit sind eng verbunden und werden oft als Synonym füreinander verwendet. Allerdings gibt es bedeutende Unterschiede. Ein wesentlicher Unterschied zwischen Nachhaltigkeit und ESG (Environment, Social, Governance/Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) liegt im Zweck der verschiedenen Zielgruppen sowie der Anwendung.
Internationale Grossevents ziehen Fans und Zuschauer aus allen Teilen der Welt an. Somit ist es wenig erstaunlich, dass die Mobilität meist auch der grösste Verursacher von CO2-Emissionen ist. Diese macht bei internationalen Grossevents 60% bis 80% aller CO2-Emissionen aus.
Die Grobschätzung des CO2-Fussabdrucks beinhaltet die An- und Abreise der jeweiligen Nationalmannschaften inklusive deren Begleit-personen, verbrauchte Energie während der Meisterschaft in Stadien, Unterkunft und Verpflegung während der WM sowie die An- und Abreise aller Fans und Besucher.
Rechnet man den gesamten CO2-Fussabdruck einer Fussballweltmeisterschaft auf die Anzahl Besucher um, ergibt dies bei der WM in Russland pro Besucher über 700kg CO2. Gerechnet auf die WM in Brasilien sogar fast 800kg CO2 pro Besucher.
Das Bild relativiert sich, wenn die Berechnung anhand der TV-Zuschauer gerechnet wird. Gemäss FIFA hat mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung die WM 2018 am Fernseher verfolgt – mit rund 3,5 Milliarden Menschen so viele wie nie zuvor. Dies ergibt einen CO2-Fussabdruck von knapp 60kg CO2 pro Zuschauer.
Wussten Sie:
Die Berechnung eines CO2-Fussabdrucks für die Produktion eines Automobils ist komplex und involviert viele Materialien, Prozesse und auch internationale Transportwege. Es müssen Metalle aus Eisenerzen unter hohen Temperaturen gewonnen werden, ein energieund rohstoffintensiver Prozess. Nur Edelmetalle wie Gold und Palladium kommen in der Natur in ihrer reinen Form vor. Im Weiteren fallen bei der Produktion viele zusätzliche Materialien und Produkte (Plastikteile, Reifen aus Gummi, Lederverkleidungen, Elektronik, Lacke etc.) an. Alle diese Komponenten werden von diversen Zulieferern gefertigt und verursachen in jedem einzelnen Produktionsschritt sowohl einen Energieverbrauch wie auch Transportwege und somit einen entsprechenden CO2-Fussabdruck. Diese Komponenten werden anschliessend oft an einem zentralen Ort zu einem Automobil zusammengebaut.
Wird davon ausgegangen, dass die Automobilindustrie Vorleistungen aus über 30 vorgelagerten Industriezweigen bezieht und diese ihrerseits wieder von jeweils über 10 Zulieferindustrien beliefert werden, dann ergibt dies bereits nach der zweiten Stufe der Lieferkette über 300 Güterströme. Alle diese Prozesse einzeln zu berechnen ist fast unmöglich.
Gemäss der Input-Output-Analyse (diese wurde hauptsächlich von Wassily Leontief entwickelt wofür er den Wirtschaftsnobelpreis erhielt) beträgt der geschätzte CO2-Fussabdruck ca. 350 Kg. CO2 pro EUR 1'000 Investition für ein
Fahrzeug.
Wussten Sie:
Quellen:
BAFU, VDA, W. Leontief, DEFRA, CarbonBrief, EDISON,
Dahlmann Future of Mobility, Spiegel.de
2019 waren die CO2-Emissionen über den Lebenszyklus eines Elektrofahrzeuges dreimal niedriger im Vergleich zu den CO2 Emissionen eines herkömmlichen Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor.
Die 2017 von der schwedischen Umweltorganisation IVL veröffentlichte Studie hat die Debatte über die Klimafreundlichkeit von Elektroautos erneut angefacht. Die Studie besagte nämlich, dass alleine die Produktion eines E-Auto-Akku für über 17 Tonnen CO2 verantwortlich sei (pro KWh Batteriekapazität zwischen 145 bis 195 Kg CO2-Äquivalnent anfallen). Oder anders formuliert: damit sich ein Elektro-Auto von der Grösse eines Teslas ökologisch rechnet, müsste dieser acht Jahre gefahren werden.
Diese Zahlen sind beunruhigend, beängstigend und beeindruckend. Aber auch falsch!
Erstens beruht die Studie auf einer 100-Kilowattstunden-Batterie, welche kaum dem Durchschnitt entspricht. Zweitens, wie in
Schweden üblich, werden auch alle Hybridfahrzeuge in den Durchschnitt der Verbrenner miteingerechnet, was die Durchschnittsemissionen für Verbrenner deutlich senkt. Drittens war der Strommix nicht im Details bekannt, dieser hat jedoch einen hohen Einfluss auf den CO2-Fussabdruck bei der Akku-Produktion.
Gemäss dem Zell-Hersteller LG Chem betragen die Emissionen etwa 140 Gramm pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Bei 24kWh werden somit bei der Herstellung des Akkus für den Ford Focus insgesamt etwas mehr als 3 Tonnen CO2 freigesetzt. Zum Vergleich: dies entspricht einem CO2-Fussabdruck von jährlich 20‘000 KM Laufleistung mit einem Verbrauch von 7 Liter auf 100 KM. Würde nun der gleiche CO2-Fussabdruck auf das Tesla Beispiel hochgerechnet, ergibt das für die Akku- Produktion einen CO2-Fussabdruck von 12 Tonnen CO2. Tesla verfügt bei der Zellfertigung über einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien, die die Produktion deutlich klimaschonender macht.
Tesla setzt in seiner Gigafactory überwiegend auf Solarstrom, somit kann der Strommix nicht mit dem nationalen Durchschnitt in den USA verglichen werden. Der Anteil aus Kohlestrom beträgt etwas über 20%, seit 2016 ist Erdgas der wichtigste Primärenergieträger zur Stromherstellung in den Vereinigten Staaten. Der Klimarucksack von Akkus kann somit im Durchschnitt auf 3 bis 5 Tonnen CO2 geschätzt werden. Gemäss dem Verbrauchermagazin Kassensturz stösst ein Elektroauto rund einen Viertel weniger Treibhausgase aus als ein Benzinauto derselben Fahrzeugkategorie. Der Tesla hingegen verursacht im Vergleich zu Kleinwagen mit Verbrennungsmotor ca. 10% mehr CO2. Zieht man zum Tesla-Vergleich jedoch eine vergleichbare Limousine hinzu (Mercedes S-500, Verbrennungsmotor), schneidet der Tesla rund einen Drittel besser ab. Es stellt sich hier die Frage wie zukunftsfähig grosse und schwere Autos überhaupt noch sind, dies unabhängig vom Antrieb. In unserem Blog haben wir weitere Berichte über das Thema Elektromobilität. Auch das Ifo-Institut hat gerechnet und eine Klimabilanz zu Elektroautos veröffentlicht. Diese besagt, dass Elektrofahrzeuge im besten Fall 10% und im schlechtesten Fall bis zu 30% mehr CO2 verursachen wie ein Mittelklassewagen mit Dieselmotor aus Stuttgart. Der Vergleich wurde mit einem Tesla 3 berechnet.
Es wird mit 95 Gramm CO2 gerechnet (pro KM) Zitat aus der Ifo-Studie: „So wurde der CO2- Ausstoss pro Pkw-Kilometer von 2015 bis 2020 gesetzlich von 130 auf 95 Gramm pro Kilometer gedrückt“. Die Autoren haben nicht erwähnt, dass diese Obergrenze in der EU ab 2020 verpflichtend ist, allerdings von keinem Hersteller eingehalten wird. Dieser liegt im Schnitt knapp unter 120 Gramm CO2 pro Kilometer. Somit sind die Verbrennungsmotoren klein gerechnet worden.
Bezug auf Schwedenstudie Wie bereits erwähnt wurden zur Akku- Herstellung Daten der unglücklichen Schwedenstudie herangezogen. Die Schwedenstudie ist eine Metastudie und umfasst eine Vielzahl anderer wissenschaftlichen Arbeiten. Eine Aufschlüsselung der Daten findet in der Ifo-Studie nicht statt, man bediente sich einfach der Zahlen der Schwedenstudie (145 bis 195 Gramm pro kWh Batteriekapazität). Allerdings muss zugegeben werden, dass die Datenlage und Studien betreffend Akkuherstellung dünn ist. Nicht viele Hersteller lassen sich in die Karten schauen. Die Gegenrechnung findet wie vorgängig erwähnt mit Zahlen von LG statt. Vergleich mit NEFZ Verbrauch Die Berechnung nimmt für Verbrenner die veralteten und schöngefärbten NEFZ Verbrauchszahlen. Der neue WLPT Zyklus führt zu einem bis 30% höheren Verbrauch. Dass ein Diesel bis 30% besser sein soll ist schon deswegen hinfällig, weil der NEFZ Wert bis zu 30% unter dem tatsächlichen Verbrauch liegt. Zudem wurde das Problem der Stickoxide ausser Acht gelassen, man konzentriert sich nur auf die CO2 Belastung.
Der jährliche CO2-Ausstoss pro Person in Europa beträgt ca. 14 Tonnen CO2. Dieser beinhaltet alles was wir tun, kaufen, konsumieren und aus dem Ausland beziehen.
Der CO2-Fussabdruck pro Schweizer beträgt fast 15 Tonnen pro Jahr. Die Ursache ist einfach erklärt: die Schweiz hat einen hohen Lebensstandard und kann sich dadurch mehr leisten als andere.
Wie in fast allen Industrienationen hat sich der inländische CO2-Ausstoss auch in der Schweiz verringert, dieser hat zwischen 1990 und 2018 um 14% abgenommen. Das Ziel, diesen bis 2020 um 20% zu senken haben wir nicht erreicht. Vorbild sind wir trotzdem nicht, die im Ausland emittierten Treibhausgase nehmen zu (graue Emissionen). Mehr als 60% des Treibhausgas-Fussabdrucks entstehen mittlerweile im Ausland, somit exportieren wir einen grossen Teil unseres CO2-Fussabdrucks bei der Herstellung von für die Schweiz bestimmten Güter und Dienstleistungen.
Bei den Schweizer Haushalten verursachen Verkehr, Wohnen und Lebensmittel den grössten Fussabdruck.
Die grössten CO2-emittierenden Ländern nach Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen sind:
Wussten Sie:
(Quellen: BAFU, Bundesamt für Statistik, Statista)
Es wären 2.4 Planeten nötig. An der Spitze der Ressourcen-Verbraucher stehen die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate mit 4.5 Planeten. Weniger als einen Planten benötigen unter anderem Afghanistan, Moldawien und Malawi.
Europa gesamt: 2 Planten
Nordamerika: 4,5 Planeten
Afrika: 0,7 Planeten
Osten und Asien: 1,1 Planeten
Australien u. Südasien: 0,8 Planeten
Welt: 1,3 Planeten
Pro Jahr werden aktuell weltweit rund 40‘000 Megatonnen CO2-eq emittiert (2021). China ist mit 33% der globalen Treibhausgasemissionen der weltweit grösste CO2-Emittent. Darauf folgen die USA mit 12.6% und Indien (7%). Diese Länder haben einerseits aufgrund der grossen Bevölkerung und andererseits infolge der Industrie eine starke Abhängigkeit von fossilen Energien, was zu hohen CO2-Emission führt. Die grössten Industrienationen zusammen (USA, China, Japan, Europäische Union, Indien, Kanada, Südkorea), emittieren rund zwei Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen.

Der Fussabdruck einer Nation bezieht sich auf die mittleren CO2-Emissionen pro Einwohner. Weltweit beträgt der CO2-Fussabdruck 1.8 Erden. Das heisst, es wären eigentlich knapp 2 Erden nötig, um langfristig alle Ressourcen sicherzustellen. Dies wird auch mit dem Overshoot-Day veranschaulicht. Global gesehen reichen die Ressourcen in einem Jahr bis zum 28. Juli. Ab dann wird mehr verbraucht als die Natur produzieren kann.
Wenn weltweit alle Menschen so leben wie die Schweizer, sind etwa 2.7 Erden nötig. Am 13. Mai sind die Ressourcen aufgebraucht.
Den grössten pro Kopf CO2-Fussabdruck haben die Golfstaaten, die USA, Kanada und Australien mit ca. 4-5 benötigten Erden. Im Gegensatz dazu haben Afrikanische Staaten im Schnitt einen Bedarf von weniger als einer Erde.
Nebst den verursachten Treibhausgasemissionen sind auch die Abholzung von Wäldern und Landnutzungsänderungen wichtige Faktoren, die Einfluss auf das weltweite Klima haben.
Der CO2-Fussabdruck hängt stark mit dem Konsum zusammen. Daher sind die konsumbasierten CO2-Emissionen der beste Indikator für den tatsächlichen CO2-Fussabdruck eines Landes, weil darin die vorgelagerten Treibhausgasemissionen von importierten Gütern einberechnet sind.

Die weltweiten CO2-Emissionen nach Sektoren variieren stark. Hier ist eine Grobschätzung der CO2-Emissionen nach Sektoren. Die genauen Anteile können nach Region und Land stark variieren.
Energieerzeugung: Energieerzeugung ist mit ca. einem Drittel der weltweit grösste CO2-Emittent. Konventionelle wie auch erneuerbare Kraftwerke, sind Hauptverursacher von CO2-Emissionen in diesem Sektor.
Industrie: Der industrielle Sektor trägt zu einem erheblichen CO2-Anteil bei. Dieser macht zwischen 20 bis 25% aller globalen CO2-Emissionen aus.
Verkehr: Auch der Verkehrssektor ist eingrosser CO2-Emittent. Strassenverkehr, Luftfahrt, Schifffahrt und der Schienenverkehr tragen zusammen etwas zu einem Drittel der weltweiten CO2-Emissionen bei.
Wohn- und Geschäftsräume: Die CO2-Emissionenaus dem Kühlen, Heizen und Betreiben von Wohn- und Geschäftsräumen wird global auf 10 bis 15% geschätzt. Nicht mit eingerechnet ist die Erstellung bzw. der Bau der Liegenschaften.
Landwirtschaft: Die Landwirtschaft trägt ebenfalls zu globalen CO2-Emissionen bei. Hier werden vor allem Methan- und Lachgasemissionen verursacht.
Eine Environmental Product Declaration (EPD) macht die Umweltwirkung Ihrer Produkte über den gesamten Lebenszyklus transparent und nachprüfbar. Als standardisierte Typ‑III‑Umweltdeklaration auf Basis von Lebenszyklusanalysen schafft sie eine verlässliche Grundlage, um Produkte fair zu vergleichen, ökologische Hotspots zu identifizieren und Nachhaltigkeitsansprüche glaubwürdig zu belegen.
Ein Product Carbon Footprint (PCF) betrachtet nur die Treibhausgasemissionen (CO2-Äquivalente), die pro funktioneller Einheit (z.B. pro kg Produkt) ausgestossen werden. Ein Life Cycle Assessment (LCA), auch als Ökobilanz bezeichnet, geht darüber hinaus und bewertet weitere Umweltauswirkungen wie beispielsweise Landnutzung, Wasserverbrauch oder Versauerung.
Der CO2-Fussabdruck ist die Bilanz an Treibhausgasen, die ein Produkt, eine Aktivität, den Lebensstil einer Person, eines Events oder einer Unternehmung sein kann.
Um eine CO2-Bilanz zu erstellen, werden Emissionsfaktoren benötigt. Emissionsfaktoren geben an wie viele Treibausgasemissionen (CO2-Äquivalente = CO2-eq) pro Einheit verursacht werden. Eine Einheit kann ein Gewicht, Menge oder ein Volumen sein.
Die Berechnung einer CO2-Bilanz beinhaltet immer die gleiche Vorgehensweise und ist ein strukturierter Prozess, indem für Unternehmen, Organisationen, Veranstaltungen oder Produkte ihre Treibhausgasemissionen systematisch erfasst und ausgewertet werden. Der meistverwendete Standard ist das Greenhous Gas Protocol (GHG Protocol) und die ISO 14064/14067 Norm.
Eine Klimastrategie oder auch Klimaschutzstrategie genannt ist ein ganzheitlicher, langfristiger Plan, welcher auf Ziele und Massnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen setzt.
Die Science Based Targets Initiative (SBTi) unterstützt Unternehmen dabei, wissenschaftlich basierte Ziele zur Reduktion ihrer CO2-Emissionen festzulegen. Grundlage dieser Ziele ist das Pariser Klimaabkommen, das die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, idealerweise auf 1,5 °C, vorsieht. SBTi zeigt auf, wie stark Unternehmen und ganze Branchen ihre Emissionen senken müssen, um zu diesen Klimazielen beizutragen.
Ob ein KMU einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen muss, ist heute weniger eine juristische als eine strategische Frage. Rechtlich sind die meisten KMU in der Schweiz und der EU nicht verpflichtet, einen formellen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Trotzdem wird das Thema für viele kleine und mittlere Unternehmen immer wichtiger. KMU erstellen Nachhaltigkeitsberichte, weil es ihre Kunden oder die Lieferkette fordert und aus Markt-, Finanz- und Reputationsgründen.
Ein Nachhaltigkeitsbericht (oft auch als Corporate Sustainability Report bezeichnet) ist ein zentrales Dokument, das Unternehmen erstellen, um ihre Leistungen und Fortschritte in den Bereichen ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit transparent zu kommunizieren. Er zeigt auf, wie ein Unternehmen seine ökologische und soziale Verantwortung wahrnimmt und gleichzeitig eine langfristig wirtschaftliche Unternehmensführung anstrebt.
Der freiwillige VSME-Standard ist eine kompakte, pragmatische und strukturierte Grundlage zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts. Entwickelt wurde dieser von der EFRAG. Er bietet ebenso eine Orientierung für nicht börsennotierte KMU und Kleinstbetriebe, die freiwillig über ihre ESG-Themen berichten möchten. Gleichzeitig empfiehlt die Europäische Kommission, dass Banken, Versicherer, Investoren und andere datenabfragende Stellen ihre Anforderungen an KMU möglichst auf die im VSME-Standard festgelegten Inhalte beschränken.
Am wirksamsten ist ein strukturierter Ansatz mit Gap-Analyse, priorisierten Massnahmen und belastbaren Nachweisen. Entscheidend sind nicht nur gute Aktivitäten, sondern auch gut dokumentierte Richtlinien, Ziele, Prozesse und Ergebnisse.
CDP bzw. das Carbon Disclosure Project ist ein international anerkanntes System, mit dem Unternehmen, Institutionen und öffentliche Stellen ihre Umweltleistungen strukturiert offenlegen. Folgende Themenbereiche werden abgefragt: Klimaschutz, Wassersicherheit und Waldschutz. CDP bewertet im Anschluss Unternehmen von einer Skala von A bis D, das schlechteste Rating bei CDP ist F (Failure to Disclose).
EcoVadis ist eine weltweit anerkannte Bewertungsmethode von Nachhaltigkeitsleistungen und macht Nachhaltigkeit messbar und transparent. Die Plattform bewertet zentral vier Bereiche: Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung. EcoVadis-Medaillen werden nach Punkten vergeben. Diese beinhalten: Platinum (1 % aller Unternehmen), Gold (ca. 5 % aller Unternehmen), Silber und Bronze. Die Badges sind jeweils 12 Monate gültig.
Auch KMU und der Mittelstand sind zunehmend von Klimarisiken betroffen – durch Lieferkettenstörungen, steigende Versicherungsprämien, Kundenanforderungen und neue Regulierungen. Erfahren Sie, welche Risiken relevant sind und wie Unternehmen ihnen wirksam begegnen können.
Die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) ist die neue EU-Verordnung zu Verpackungen und Verpackungsabfällen. Sie ersetzt die bisherige Richtlinie von 1994 und gilt seit Februar 2025 unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten. Ziel ist es, Verpackungen im gesamten Lebenszyklus nachhaltiger zu gestalten, Abfälle zu reduzieren und den EU-Binnenmarkt zu harmonisieren.
Wer sich mit dem Greenhouse Gas Protocol beschäftigt und eine CO2-Bilanz berechnet wird früher oder später über den Begriff biogene Emissionen stolpern. Was sind biogene Emissionen und wie müssen diese bilanziert werden?
Das Wetter bezieht sich auf den momentanen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort, der sich innerhalb weniger Stunden oder Tage verändern kann. Das Klima hingegen beschreibt den Durchschnitt der atmosphärischen Bedingungen einer Region über einen längeren Zeitraum, in der Regel über 30 Jahre oder mehr.
Unter Beyond Value Chain Mitigation versteht man auf Deutsch «Klimaschutzmassnahmen ausserhalb der eigenen Wertschöpfungskette». Klimaneutralität, CO2-Neutraliträt und CO2-Kompensation waren Instrumente für Unternehmen, um ihre CO2-Emissionen in einem ersten Schritt zu messen, unter Umständen zu reduzieren oder über ein Klimaschutzprojekt auszugleichen.
Netto-Null bedeutet, dass nicht mehr Treibhausgase ausgestossen , als gleichzeitig wieder aus der Atmosphäre entzogen werden können. Dafür müssen Emissionen so weit wie möglich reduziert und schwer vermeidbare Restemissionen aus Industrien wie Beton, Luftfahrt, Schiffahrt (sog. Hard-to-Abate Sektoren) durch Entfernung von CO2e (Removals) ausgeglichen werden. Ziel ist es, die Erderwärmung zu stoppen und das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen.
Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind 17 globale Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, die 2015 von den Vereinten Nationen im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedet wurden. Auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden die SDGs zunehmend relevant, da sie als Orientierungsrahmen für Nachhaltigkeitsratings, CO2-Management und ESG-Berichterstattung dienen. Dieser Leitfaden erklärt die Bedeutung der SDGs für KMU, zeigt die Verknüpfung mit CO₂-Bilanz und Klimastrategie und beschreibt, wie der Mittelstand pragmatisch mit den SDGs starten kann.
Der Emissionshandel, auch Cap-and-Trade genannt, ist ein marktbasiertes Instrument zur Reduzierung von Treibhausgasen. Unternehmen und Länder erhalten Emissionsberechtigungen, die gehandelt werden können, um Emissionsziele effizient zu erreichen. So trägt das System wirtschaftlich zur Bekämpfung des Klimawandels bei.
NDCs (Nationally Determined Contributions) sind die nationalen Klimapläne, in denen Länder der UN-Klimarahmenkonvention darlegen, wie sie ihre Emissionen senken und zum globalen Klimaschutz beitragen wollen. Sie werden alle fünf Jahre aktualisiert und zeigen, welchen Fortschritt jedes Land anstrebt.
Das Pariser Klimaabkommen (Paris Agreement) ist ein globaler, rechtlich bindender Vertrag von 2015, in dem sich 195 Staaten plus EU verpflichtet haben, die Erderwärmung zu begrenzen. Ziel ist, den Temperaturanstieg deutlich unter 2°C zu halten und möglichst auf 1,5°C zu begrenzen.
Ja, solange transparent dokumentiert wird, welche Daten vorliegen, wie gerechnet wurde und wo noch Lücken bestehen. Ein pragmatischer, sauber dokumentierter Start ist meist deutlich besser als gar keine Offenlegung.
CDP schafft ein standardisiertes Format für Umweltinformationen und erleichtert so Vergleiche zwischen Unternehmen. Für Stakeholder ist das ein wichtiges Signal für Professionalität, Transparenz und Risikomanagement.
Nicht immer vollständig, aber Scope 3 wird zunehmend wichtig. Wer relevante Scope‑3-Kategorien transparent adressiert, verbessert in der Regel die Qualität und Glaubwürdigkeit seiner Offenlegung.
CDP fokussiert stark auf Umwelttransparenz und Offenlegung, insbesondere Klima. EcoVadis bewertet breiter und bezieht zusätzlich Themen wie Ethik, Arbeitsbedingungen und nachhaltige Beschaffung ein.
Ein besserer Score erfordert vollständige, konsistente und strategisch gut verankerte Antworten. Besonders wichtig sind belastbare Emissionsdaten, klare Ziele, ein nachvollziehbarer Reduktionspfad und saubere Governance-Strukturen.
Typischerweise geht es um Governance, Klimarisiken und -chancen, Emissionen, Ziele, Reduktionsmassnahmen, Datenqualität und strategische Verankerung. CDP bewertet also nicht nur Zahlen, sondern auch Managementqualität.
CDP ist besonders relevant für Unternehmen, die von Investoren, Kunden oder Konzernen zur Offenlegung aufgefordert werden. Auch Unternehmen mit internationaler Lieferkettenexponierung profitieren von einer guten CDP-Performance.
CDP bzw. das Carbon Disclosure Project ist ein international anerkanntes System, mit dem Unternehmen, Institutionen und öffentliche Stellen ihre Umweltleistungen strukturiert offenlegen. Folgende Themenbereiche werden abgefragt: Klimaschutz, Wassersicherheit und Waldschutz. CDP bewertet im Anschluss Unternehmen von einer Skala von A bis D, das schlechteste Rating bei CDP ist F (Failure to Disclose).

