3D-Drucker druckt ein rotes Haus
Freitag, 18. Januar 2019

Aufbruch in die vierte Dimension – Intelligenz aus dem Drucker

Aufbruch in die vierte Dimension – Intelligenz aus dem Drucker

Als die ersten Scanner und Drucker die heimischen Büros eroberten, war das für viele eine enorme Erleichterung. Die teuren Geräte waren jetzt nicht mehr den Büros grosser Unternehmen vorbehalten und man musste für Fotokopien auch nicht mehr bei Wind und Wetter in den nächsten Copyshop laufen. Durch die Möglichkeit des digitalen Abspeicherns müssen heute Schriftstücke und Urkunden nicht mehr zwangsläufig ausgedruckt werden. Ausgedient haben Drucker deshalb aber noch lange nicht. Auch ihre Technik geht mit der Zeit. Der 3-D Drucker ist die Weiterentwicklung des Gerätes, das ursprünglich nur bedrucktes Papier auswerfen konnte. Nicht nur die Forschung, sondern auch die Industrie und sogar Privathaushalte nutzen mittlerweile das Drucken in drei Dimensionen.

Wer anno dazu mal ein gutes Porträt von sich wollte, der ging zu einem Fotografen. Heute ist auch ein Selfie nichts besonderes mehr. Wer mit der Zeit gehen möchte, der lässt sich eine Drei-D Kopie des eigenen Konterfeis anfertigen. Möglich ist dies durch einen Rundum-Scan der Person, woraufhin mithilfe von flüssigem Kunststoff (vergleichbar mit einer Klebepistole) die erfassten Umrisse in eine Form gegossen werden. Auf diese Weise ist es möglich zahlreiche Gegenstände, Dekoartikel und Werkzeuge zu kopieren. Die vom Scanner eingelesenen Daten werden digital erfasst und gespeichert und sind beliebig oft reproduzierbar. Im medizinischen Bereich ist es bereits gelungen, funktionsfähige Organe aus Silikon auszudrucken. Da die Geräte nicht auf eine bestimmte Grösse und nicht auf ein bestimmtes Material festgelegt sind, gibt es bereits Häuser aus dem 3-D Drucker. Die Gebäude zeichnen sich dadurch aus, dass sie verhältnismässig kostengünstig, schnell und energieeffizient errichtet werden können.

von 3D zu 4D

Die so entstandenen Objekte sind in sich meist starr. Das heisst, sie verändern ihre einmal erhaltene Form in der Regel nicht mehr. Abhängig ist dies allerdings vom verwendeten Material. Verschiedene Stoffe können sich unter dem Einfluss von Licht, Feuchtigkeit oder Hitze im Laufe der Zeit verändern. Dies ist bei 3D-Objekten nicht erwünscht. Eine Weiterentwicklung der Technik will aber, dass sich Objekte je nach Veränderung der äusseren Bedingungen anpassen. An dieser Stelle setzt eine neue Technologie ein: der 4D-Druck. Die vierte Dimension umfasst den Faktor Zeit. Bei der Druck-Kopie eines Objektes bedeutet dies, dass seine Transformationsfähigkeit mithilfe eines speziellen Programms in das Material eingebettet wird. Dazu kommen verschiedene Polymere zum Einsatz. Der 4D-Druck ermöglicht eine neue Gestalt anzunehmen, wenn man es mit einem anderen Medium zusammenbringt. Kleidung beispielsweise könnte sich mit dieser Methode den jeweiligen klimatischen Bedingungen anpassen. Die US Army und vereinzelte Universitäten investieren in diese Zukunftstechnologie. Denkbare Bereiche in denen 4D-Technik eingesetzt werden könnte, wären die Biomedizin und die Robotik.

 Künstliche Intelligenz und Datenanalysen – das Traumpaar der Zukunft?

Lange hat man geglaubt, Fortschritt bestünde im Wesentlichen durch Wachstum. Solange finanzielle Interessen im Vordergrund stehen, hat das wirtschaftliche Wachstum von Unternehmen Priorität vor Ungleichheit und Umweltschutz. Dass diese Art von Fortschrittsdenken langfristig in den Rückschritt führt, haben angesichts des Klimawandels auch die meisten Regierungschefs (mal abgesehen von Präsident Trump und einigen anderen Unbelehrbareren) mittlerweile begriffen. Zukunftswissenschaftler haben es heute glücklicherweise nicht mehr so schwer wie seinerzeit Leonardo Da Vinci, Florence Nightingale, oder die Ärzte des Mittelalters. Neue Technologien, die imstande sind den bisherigen Bedarf an Energie zu decken und dabei die Umwelt weniger belasten, werden gefördert. Dennoch unterliegt Politik und Industrie auch heute noch zu oft den Interessen von Wirtschaftsbossen.

Für Unternehmen liefern durch künstliche Intelligenz gestützte Analysen von Daten optimierte Ergebnisse ihrer Geschäfte. Besser als jeder Mensch sind diese Systeme in der Lage, Milliarden von Datensätzen in kürzester Zeit auszuwerten und Antworten auf eventuelle Fragen zu geben, für die auf herkömmliche Weise aufwändigste Analyseprozesse notwendig wären. Künstliche Intelligenz im Bereich der Datenanalyse erspart Geld, Zeit und führt zu Umsatzsteigerung. Wer auf dem weltweiten Markt mithalten möchte, kommt an der digitalen Transformation nicht mehr vorbei.

KI und Anwendungsbereich

Die Beispiele haben gezeigt, Künstliche Intelligenz ist auf viele Bereiche anwendbar – bei der Bekämpfung von Hunger in der Dritten Welt, im Umweltschutz, in der Medizin, im Verkehr bis hin zur Erleichterung mannigfacher Aufgaben des täglichen Lebens. Bei all den Vorteilen, die diese Innovationen bringen, dürfen wir aber eines nicht vergessen: Hinter jedem System steckt ein Mensch, der es programmiert. So wie schon Albert Einstein erkannte, dass die Entdeckung der Radioaktivität nicht nur eine gute, sondern auch eine zutiefst böse Seite hatte, birgt jede Chance auch Gefahren. Moral und Gewissen wurden in der Menschheitsgeschichte schon immer aufgehoben, sobald bahnbrechende Entdeckungen gemacht wurden. Bleibt abzuwarten welche Dimension KI zukünftig annimmt und inwieweit Staaten sie ausschliesslich für friedliche Zwecke einsetzten.

Über diesen Link gelangen Sie zum ersten Teil.

 


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