Massentierhaltung, Kühe im Stall
Freitag, 18. Januar 2019

Produktion von tierischen Lebensmittel

Produktion tierischer Lebensmittel

Was bei Pflanzen machbar ist, wäre prinzipiell auch im Bereich der Viehwirtschaft einsetzbar. Schon seit Jahrzehnten übernehmen programmierte Systeme in Ställen die Fütterung, Reinigung und das Melken der Tiere. Alles wird digital überwacht und ausgewertet. Dabei haben immer mehr Menschen aber ethische Bedenken und stellen Fragen nach der Notwendigkeit des Fleischkonsums. Mehr als 80 % aller landwirtschaftlichen Flächen auf der Erde werden genutzt um Futter anzubauen für die Tiere, die vor allem in der westlichen Welt gegessen werden. Warum die Welternährung nicht langsam auf vegane oder zumindest vegetarische Kost umgestellt wird, wobei immense Flächen für den Anbau von Lebensmitteln für den menschlichen Bedarf frei würden, bleibt offen.

Die industrielle Fleischproduktion ist ein massgeblicher Faktor für die Klimaerwärmung. Solange aber das Wirtschaftswachstum für Grossunternehmen im Vordergrund steht und zudem die Wirtschaft die Politik beeinflusst, wird sich auf diesem Gebiet, das im Grunde viel einfacher umzusetzen wäre als alle anderen hoch komplizierten Technologien (erneuerbare Energien, künstliche Intelligenz eingeschlossen), wird sich wenig ändern. Fleischprodukte, Soja und Palmöl beliefern hauptsächlich die westliche Welt. Unter diesem Aspekt bekommt die besondere Rücksichtnahme auf das Ernährungsproblem von Entwicklungsländern einen ziemlich faden Beigeschmack.

Sinnvoller und verantwortungsvoller Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Glyphosat sorgt zurzeit für weltweite Skandale. Herbizide und Pestizide vernichten nicht nur Unkräuter und Schädlinge, sondern sind auch für die menschliche Gesundheit äusserst bedenklich. Ein kompletter Verzicht auf diese Mittel sei nicht möglich, sagen Landwirte und nutzen oft zu viel dieser Gifte, weil sie flächendeckend eingesetzt werden. Wenn man schon nicht mit biologischen Methoden gegen Schädlinge vorgehen kann, so sollten die bedenklichen Chemikalien zumindest verantwortlich genutzt und nur dort angewendet werden, wo sie tatsächlich auch nötig sind. Traktoren mit herkömmlichen Sprühvorrichtungen verteilen die giftigen Substanzen auf Nutzpflanzen und Unkräutern gleichermassen. Für diese Arbeit menschliche Hilfskräfte einzusetzen, die jede Pflanze gezielt behandeln, wäre theoretisch denkbar, allerdings in der Praxis wegen des enormen Aufwands kaum zu realisieren. Ganz anders geht ein solarbetriebener Roboter an die Sache: Roboterarme, Kameras und Künstliche Intelligenz ermöglichen ihm eine Arbeitsweise, die für einen Menschen kaum zu bewältigen wäre. Dabei spart er bis zu 95 % Pflanzenschutzmittel ein!

 Hier gelangen Sie zum sechsten Teil der Serie: Umwelt- und Klimaschutz mittels neuen Technologien

 

 


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