Die Auswirkungen des Klimawandels weltweit Mittwoch, 8. März 2017

Die Auswirkungen des Klimawandels weltweit

Die Auswirkungen des Klimawandels weltweit

Der Klimawandel ist in aller Munde. Alle sprechen von der Erderhitzung. Können 2 Grad wirklich so eklatante Auswirkungen haben und Katastrophen auslösen? Es scheint schwer vorstellbar! Bewegen wir uns von einem Zimmer ins andere, so fallen uns ein paar Grad mehr oder weniger überhaupt nicht auf. Spürbar wird für uns ein Temperaturunterschied nur wenn wir im Winter von draussen herein kommen. Oder umgekehrt. Diese Empfindung ist aber höchst individuell. Wir Menschen fühlen uns bei etwa 22 - 25° am wohlsten. Hunde dagegen haben am liebsten 16°. Dennoch vertragen die meisten Säugetiere recht hohe Temperaturschwankungen. Für Zierfische hingegen können bereits plötzliche Temperaturunterschiede von 2 - 3° tödlich sein.

Auch unserer Erde dürften ein paar Grad mehr oder weniger ziemlich egal sein. Im Laufe ihrer Entstehungsgeschichte hat sie extreme Schwankungen erlebt. Eiszeiten und Warmzeiten, Regenzeiten und Trockenzeiten. Die Natur passt sich an. Dadurch verschwinden immer wieder Arten, andere aber entstehen neu. Die Natur betreibt keinen Naturschutz. Sie urteilt und bewertet nicht. Sie rettet keine vom Aussterben bedrohten Lebensformen. Sie richtet sich opportun nach den jeweiligen Gegebenheiten. Kritisch wird es nur für uns! Wir, beziehungsweise unsere Zivilisationen sind abhängig von den derzeitigen, klimatischen Begebenheiten auf unserem Planeten. Wir haben als äusserst anpassungsfähige Tierart, die zudem allen anderen Tierarten gegenüber den Vorteil geniesst ihre Umwelt den eigenen Bedürfnissen anpassen zu können, beinahe sämtliche Lebensräume auf dieser Erde besiedelt. Von den kalten Zonen bis in den heissesten Gegenden leben Menschen. Ausgenommen sind lediglich die Pole und die Wüstenregionen.

Fakt ist allerdings auch, dass gerade Menschen in den gemässigten Klimazonen den grössten Wohlstand geniessen. Entwickeln konnte sich dieser Luxus gegenüber vielen anderen Ländern durch mässig warme Sommer und relativ milde Winter. Auch ein hohes Vorkommen an verfügbarem Wasser, fruchtbaren Böden und Wäldern begünstigte diesen Fortschritt. Menschen in Mittel- und Westeuropa beispielsweise geniessen diese klimatischen Vorzüge in besonderem Masse. Diese Vorzüge waren dafür mitverantwortlich, dass gerade diese Staaten sich zu den wohlhabendsten und reichsten der Welt entwickeln konnten.

Die Auswirkungen des KlimawandelsIn die gemässigte Klimazone eines Industrielandes hineingeboren zu sein ist sicherlich ein grosses Privileg; eine Gnade des Zufalls. Ein eigener Verdienst ist es nicht! Seit Jahrhunderten aber nutzt die westliche Welt diese Komfortzone um von ihr ausgehend weniger wohlhabende Länder und ihre Arbeitskraft, ihre Ressourcen und Schätze auszubeuten. Zwar ist die Sklaverei offiziell weltweit abgeschafft, aber die Bananenrepubliken existieren nach wie vor. Die Ausbeutung von Arbeitern in Billiglohnländern, die beispielsweise unter widrigsten Bedingungen Teppiche, Kleidung, Elektrogeräte und Möbel herstellen oder in Minen arbeiten, ist von einer modernen Form der Sklaverei nicht weit entfernt. Wen wundert es noch, wenn diese Menschen aufgrund unmöglich werdender Lebensbedingungen in ihren Heimatländern zu uns flüchten?

 

Der Golfstrom - abhängig von der Klimastabilität?

Dass es bei uns nicht so kalt ist wie in anderen Gebieten, die auf dem gleichen Breitengrad liegen, haben wir dem Golfstrom zu verdanken. Er beschert uns warme Luft und mildes Klima. Vorstellen kann man sich diesen Strom als gigantischen Ring, der sich aus dem Portugalstrom, dem Kanarenstrom, dem Nordäquatorialstrom, dem Antillenstrom, dem Floridastrom und Nordatlantikstrom zusammensetzt (Wikipedia). Die Temperatur des Golfstroms, der als Teil einer globalen, thermohalinen Zirkulation vom Passatwind aufgewärmte Wassermassen aus dem Atlantik Richtung Westen drückt, hat einen grossen Einfluss auf das Ökosystem und die Tierwelt des Atlantiks. Vor der Küste Nordamerikas fliesst das Wasser zunächst in nördliche Richtung ab. Vor Labrador lassen nun die Kräfte der Coriolis den Strom auf Europa weiterfliessen.

Der Golfstrom aber ist ein empfindliches Konstrukt und abhängig von einer gewissen Klimastabilität. Gerade die aber zerstören wir langsam durch unsere stetig expandierende Industrie. Die anhaltenden Emissionen bewirken den Anstieg des Weltklimas, das langsame Abschmelzen der Pole, das Ansteigen des Meeresspiegels, das Überfluten von Inselstaaten, orkanartige Winde und weitere Katastrophen. Wissenschaftler behaupteten bereit 2005 Schwankungen des Golfstroms festgestellt zu haben. Beweisen lassen konnte sich diese Theorie bisher allerdings nicht. Sollte der Golfstrom tatsächlich irgendwann abreissen, so hätte dies trotz Klimaerwärmung in unseren Breitengraden wohl eher eine neue Eiszeit zur Folge.

 

Der Klimawandel - Teil 1

Der Klimawandel - Teil 2

Der Klimawandel - Teil 3

Der Klimawandel - Teil 4

Der Klimawandel - Teil 5

Der Klimawandel - Teil 7

Der Klimawandel - Teil 8

  • Die Auswirkungen des Klimawandels weltweit

zurück