Die Hauptverursacher des anthropogenen Klimawandels Sonntag, 5. März 2017

Die Hauptverursacher des anthropogenen Klimawandels

 

 

 

Die Hauptverursacher des anthropogenen Klimawandels

Energie durch fossile Ressourcen

In Westeuropa gehen die meisten Emissionen auf das Konto des Energiesektors. Die Gewinnung von Energie verursacht nahezu 50% aller CO2-Ausstösse. Kohle und Braunkohle spielen nach wie vor eine grosse Rolle. Zwar schliessen in Deutschland immer mehr Kohlebergwerke, die Kraftwerke aber arbeiten nach wie vor. Die benötigte Kohle wird grösstenteils aus Drittweltländern importiert. In einem einzigen Grosskraftwerk werden täglich bis zu 50.000 t Braunkohle verbrannt, was allein schon eine enorme Belastung der Umwelt bedeutet. Hinzu kommt aber ausserdem, dass selbst hochtechnisierte Kraftwerke nur einen Wirkungsgrad von rund 40% erreichen. Die übrigen 60% verrauchen völlig ungenutzt.

Hauptverursacher KlimawandelAls “saubere“ Lösung gilt noch immer die Atomkraft. Tatsächlich fallen bei einem einwandfrei funktionierenden Atomkraftwerk kaum Emissionen an. Kritisch wird es erst bei der Endlagerung des radioaktiven Abfalls. Was ausserdem im Falle eines Reaktor-Unfalles geschieht, haben Tschernobyl im Jahre 1986 und Fukushima im März 2011 gezeigt. Die radioaktive Verseuchung macht ganze Landstriche auf Jahrhunderte völlig unbewohnbar. Die durch Winde verbreiteten radioaktiven Fahnen machen zudem selbst in Nachbarstaaten Ernten noch ungeniessbar. Eine umweltschonendere Lösung besteht allein in der Gewinnung alternativer Energien aus Windkraft, Sonne und Fotovoltaik.

Erdöl, Brenn- und Treibstoff

Bei der Verbrennung von Erdöl entstehen deutlich weniger Emissionen als durch die Verfeuerung von Kohle. Erdöl wird zum Heizen genutzt und ist auch bei der Herstellung von Kunststoffen unabdingbar. Der moderne Verkehr wäre ohne diesen fossilen Treibstoff nicht denkbar. Dennoch: Der weltweite Flug- und Strassenverkehr gehört ebenfalls zu den Hauptverursachern des Klimawandels. Bei der Entwicklung von effizienten (und bezahlbaren) Elektromotoren für den Verbraucher tut sich die Autoindustrie noch immer schwer.

Industrialisierte Massentierhaltung und Landwirtschaft

Die Massentierhaltung und die Anlage von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Monokulturen  geht in Dritt-Welt- oder Schwellenländern mit dem Abholzen von Regenwäldern oft Hand in Hand. Die Viehhaltung verursacht Methangas und Kohlendioxid. Durch die Nutzung von Düngemitteln entsteht Lachgas. Für einen Grossteil der Weltbevölkerung stellt Reis ein Hauptnahrungsmittel dar. Beim Anbau von Reis aber entsteht ebenfalls wie bei der Tierhaltung ein hoher Ausstoss von Methan. Für Ackerland, beziehungsweise Weideflächen werden Wälder gerodet und Torfmoore trockengelegt. Das in den Böden gespeicherte Kohlendioxid wird dadurch freigesetzt und kann in die Atmosphäre entweichen. Zusätzlich entfallen die Bäume, die zuvor für die Umwandlung von Kohlendioxid in Sauerstoff gesorgt hatten.

Die Rodung der Regenwälder

Palmöl und Soja sind für die Ernährung der Weltbevölkerung nahezu unersetzlich geworden. Durch ihren Anbau in Regenwaldregionen aber werden die an sich harmlosen Pflanzen zu Klimakillern. Vor allem Ölpalmen wachsen nur in äquatorialem Klima. Dazu werden weite Teile der Regenwälder (vor allem in Indonesien) rücksichtslos abgeholzt. Das Verschwinden der Wälder schadet dem Klima gleich zweifach: gespeichertes Kohlendioxid wird freigesetzt und neuer Sauerstoff kann nicht produziert werden. Von dem rasanten Schwinden der letzten Urwälder ist auch Brasilien betroffen. Urwälder produzieren den lebenswichtigen Sauerstoff und speichern zugleich Kohlendioxid. Für den Erhalt des Klimas und der Umwelt sind Sie daher unersetzbar. Ihre rücksichtslose Zerstörung ist ein weiterer massgeblicher Faktor für die Erderhitzung.

 

Der Klimawandel - Teil 1

Der Klimawandel - Teil 2

Der Klimawandel - Teil 4

Der Klimawandel - Teil 5

Der Klimawandel - Teil 6

Der Klimawandel - Teil 7

Der Klimawandel - Teil 8

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