Der Klimawandel - eine Zeit zum Umdenken Freitag, 3. März 2017

Der Klimawandel - eine Zeit zum Umdenken

 

 

 

Der Klimawandel - eine Zeit zum Umdenken

Er beeinflusst unser Konsumverhalten und unseren Lebenswandel, er beherrscht die Politik, wird von den einen als Jahrhundertkatastrophe beschworen, von den anderen als Panikmache verharmlost - der Klimawandel.

Was ist eigentlich dran an diesem Phänomen, dem wir mehr Beachtung schenken als Kriegen und Finanzkrisen und wiederum doch nicht so ernst nehmen, dass wir bereit wären effektive Lösungen zu seiner Begrenzung schnellstmöglich umzusetzen?

Der Klimawandel - ein natürlicher Prozess, menschengemacht oder beides

Klimawandel-LebenswandelSeit Anfang der 50er Jahre weiss man von der Erwärmung des Klimas durch die Industrialisierung. Seit Anfang der 90er kennt man die kurzfristigen und langfristigen Auswirkungen. Anfangs noch lediglich wissenschaftlich beobachtet hat die Erderwärmung heute besorgniserregende Ausmasse angenommen, die Politik und Weltbevölkerung buchstäblich in Atem hält.

In den letzten 50 Jahren ist das Klima um 0,13 Grad angestiegen. Das hört sich zunächst einmal nach sehr wenig an, ist aber tatsächlich ein doppelt so hoher Anstieg pro Jahrzehnt als noch in den 50 Jahren dazuvor. Die Fieberkurve unseres Planeten steigt trotz jährlich stattfindender Konferenzen und Resolutionen zum Klimaschutz weiterhin steil an. Allerdings ist in den letzten zehn Jahren ein Stillstand der Erhitzung messbar, als habe der Klimawandel eine Pause eingelegt. Inwieweit dies Anlass zur Hoffnung ist, bleibt abzuwarten. Ein Grund die Bemühungen zur Reduktion von Emissionen einzustellen ist es sicher nicht.

Es stimmt zwar, dass Erderwärmung auch auf völlig natürliche Ursachen zurückzuführen ist. Im Laufe der Erdgeschichte hat es immer wechselnde Warm- und Kaltzeiten gegeben. Allerdings weist das Tempo der Erhitzung parallel zur Entwicklung und Expansion der globalen Industrie auf den von Menschen verursachten Anteil hin.

 

Was ist das eigentlich - Klimawandel? Die wichtigsten Fakten in aller Kürze

Das Klima wandelt sich. Nicht nur in dieser Zeit, sondern immer wieder. Seit und solange die Erde existiert, ist das Klima gewissen Schwankungen unterzogen gewesen und wird es auch bleiben. Warmzeiten wechseln sich mit Eiszeiten ab; gemässigte Zonen werden von Eisdecken überzogen oder zu Wüstengebieten. Diese Perioden dauern etwa 100.000 Jahre an. Die letzte Eiszeit, die unser Planet erlebte, ging etwa vor 10.000 Jahren zu Ende. Es war bis zu sechs Grad kälter auf der Erde, der Meeresspiegel lag aufgrund des bis drei Kilometer dicken Eisschildes fast 130 Meter niedriger als heute. Die Eisschicht bedeckte mehr als 30% der Erdoberfläche. Während heute mit knapp 10% Prozent nur die Arktis und die Antarktis von Eis bedeckt sind, waren es zu den Eiszeiten auch die Kontinente Asien, Afrika und Nordamerika. Obwohl die damaligen tierischen, menschlichen und pflanzlichen Lebensformen an die Bedingungen bestmöglich angepasst waren, war die Erde (am heutigen Massstab gemessen) sicher kein besonders einladender Ort zum Leben.

Da lebt es sich dank gestiegener Temperaturen heute zweifellos wesentlich komfortabler. Sie erst haben die Entwicklungen von Hochzivilisationen begünstigt. Im Winter beheizbare Behausungen sind neben der medizinischen Entwicklung Hauptgrund für die hohe Lebenserwartung im Allgemeinen und in Industrieländern im Besonderen.

Die Konzentration von Treibhausgasen lag noch während der letzten Eiszeit im Vergleich zum derzeitigen Stand bei etwa 50%. Die Emission umweltschädigender Gase hat es also schon damals gegeben. Wie kann das sein ohne Überbevölkerung durch den Menschen und ohne Industrien? Methangas, CO2, Wasserdampf, Schwefel und zahlreiche andere Gase sind durchaus natürlichen Ursprungs und entstehen durch die Ausscheidungen von Tieren und Menschen, Eruptionen und Seebeben, Risse in der Erdkruste und schlicht durch das Wetter. Unter natürlichen Bedingungen sind diese Emissionen aber so gering, dass sie im schlimmsten Falle zwar durchaus Landstriche für eine gewisse Zeit unbewohnbar machen können (wie etwa nach den Folgen eines Vulkanausbruchs), aber dem Erdklima nicht dauerhaft schaden können.

Mit den Ursachen solcher Eis- und Warmzeiten beschäftigt sich die Paläoklimatologie, ein Teilgebiet der Geologie. Sie untersucht die unterschiedlichen klimatischen Verhältnisse in der Vergangenheit und zieht daraus Rückschlüsse auf die künftige Klimaentwicklung.

 

Der Klimawandel - Teil 2

Der Klimawandel - Teil 3

Der Klimawandel - Teil 4

Der Klimawandel - Teil 5

Der Klimawandel - Teil 6

Der Klimawandel - Teil 7

Der Klimawandel - Teil 8

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